"This used to be a funhouse...

but now it's full of evil clowns...."

That's life. Die Ironie des Lebens. Das Leben ist kein Spielplatz, auch wenn du es dir wünschst. Doch es gibt eine Möglichkeit dies zu ändern. Setz dich einfach auf die Schaukel und behalte deinen Spielplatz im Auge. So lange es nicht aus dem Ruder läuft, ist alles okay.

Du musst Grenzen setzen und dafür sorgen, dass diese eingehalten werden. Ansonsten platzt der Traum vom Spielplatzleben. Und das willst du doch nicht. Man macht sich das Leben schließlich immer so leicht wie es geht.

Aber auch das ist manchmal nicht möglich. Manchmal musst du dich auch anstrengen, um etwas zu erreichen. Manchmal reicht es nicht, wenn du die Augen vor dem Schlechten verschließt. Manchmal musst du dich dem Bösen stellen, denn wenn die Clowns erstmal auf deinem Spielplatz sind, kannst du sie nicht mehr verleugnen.

Und auch ignorieren klappt nicht immer. Zuerst schon, doch irgendwann bringen sie ein unglaubliches Chaos auf deinen Spielplatz: beschmieren die Kletterwand mit Graffiti, kiffen in der Krabbelröhre oder zerstören die Sandkuchen deiner Untertanen.

Du bist dafür verantwortlich, dass das Leben auf dem Spielplatz geordnet abläuft. Und, wie gesagt, auch auf dem Spielplatz gibt es Arbeit. Du kannst es trotzdem versuchen zu ignorieren, denn du denkst dir: Solange die Clowns nicht versuchen, sich meine Schaukel anzueignen, kann ich damit Leben, dass mein restliches Leben von ihnen dominiert wird.

Die Schaukel ist deine Machtposition, die musst du beschützen.

Kein Clown wird von Anfang an so dreist sein und versuchen, dir deine Schaukel streitig zu machen. Zuerst wird dein Revier ausspioniert. Man arbeitet sich von unten nach oben, bis sie soviel Kontrolle haben, dass sie deine Schaukel in Angriff nehmen können.

Und dann kommt der Moment. Du musst handeln. Wenn du vorher nur indirekt betroffen warst, wirst du jetzt direkt konfrontiert. Sie wollen deine Macht. Sie wollen dein Leben. Ab jetzt kannst du sie nicht mehr ignorieren oder wie eine lästige Fliege abschütteln.

Es dauert seine Zeit, aber irgendwann haben sich aus den lästigen Fliegen Wespen entwickelt, die sich nicht mehr so leicht abschütteln lassen. 

Dir bleiben nur drei Möglichkeiten: Überlasse ihnen deinen Spielplatz und gib dich geschlagen. Oder such dir Insektenspray und verjag sie. Oder versuch, dich mit ihnen zu arrangieren.

Arrangieren ist wohl die einfachste Methode. Du gibst nicht auf, aber kämpfst trotzdem nicht. Stell den Clowns eine Wippe neben deine Schaukel, vielleicht reicht das ja, um dein Leben wieder gerade zu biegen. Für den Moment.

Das Beste ist immer noch die Flucht auf einen neuen Spielplatz. Denn was willst du mit einem chaotischen Spielplatz, auf dem Clowns rumturnen? Ein Neuanfang ist vielleicht besser. Schleichend, im Geheimen, du musst sie austricksen, um sie endgültig loszuwerden... 

"It's time to start the countdown
I'm gonna burn it down down down
I'm gonna burn it down"

1 Kommentar 15.11.08 14:49, kommentieren

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Doktorspiele

10:45 Uhr: Eintreffen in der Arztpraxis.

Der Warteraum voll, keine Sitzplätze mehr frei, die Arzthelferinnen am Empfang total verzweifelt. Und dann kommen noch mehr Patienten. Das freut einen doch.

In der Praxis sind 2 Ärzte tätig. Der Eine, mein Arzt, kam erst heute aus dem Urlaub zurück und dementsprechend groß war auch der Ansturm auf ihn. Der Altersdurchschnitt lag dementsprechend auch hoch, denn Rentner haben ja auch nicht wann anders Zeit, sondern müssen sofort behandelt werden. Da saß man dann endlich irgendwann im Wartezimmer.

Aus strategischen Gründen wurde der Platz neben der einzigen Jugendlichen gewählt, der auch direkt neben den Zeitschriften war. 

Mein Vater war mit von der Partie. Grund: Er brauchte eine Krankschreibung.

Okay, dachte ich mir. Warum das?

Da erfahre ich mal nebenbei, dass der gestern so unterzuckert ist (Diabetiker), dass er auf der Intensivstation lag und gegen den Rat der Ärzte kurz darauf das Krankenhaus auch wieder verlassen hat. Übrigens auch unverschämt, dass man dann nicht so einen Wisch bekommt, sondern erstmal wieder zum Hausarzt rennen darf, um sich krank schreiben zu lassen. 

Praxisgebühren sind übrigens auch unverschämt. 10 € dafür. Dann nochmal 10 € für diese doofe Bescheinigung fürs Schnorcheln. Hätte ich jetzt auch noch einen Wisch gewollt, der mich für die zeit, in der ich in der Praxis war, entschuldigt, dann wäre das nochmal teurer geworden.

Verarsche?!

Jedenfalls saß ich dann dort, las meine Zeitschrift, ignorierte den rasselnden Atem der alten Frau gegenüber, versucht bloß nicht in die Nies-schusslinie von einer jungen Frau zu geraten und hatte plötzlich das Gefühl, nach diesem Arztbesuch noch ein bisschen kranker zu sein. 

Außerdem war es seltsam zu erfahren, wie mein Vater zum Diabetes gekommen ist. Autounfall. einmal voll über die Motorhaube geflogen. Bauchtrauma oder so. Na geil.

Also da schonmal einen potentiellen Krankheitsvererber gefunden. Auf mütterlicher Seite liegts auch in der Familie. Klasse. Wehe ich bekomm das auch. Ich könnte mich nicht jeden Tag selber spritzen. Außerdem gibts deshalb zwischen meinen Eltern immer Krach, so will ich einfach nicht enden.

Nun ja, dafür, dass ich dann 1 1/2 Stunden da saß und wartete, dauerte die Untersuchung nur 2-3 Minuten. Der Arzt hat übrigens die Schule für verrückt erklärt, dass man wegen 2 Tagen Schnorcheln (ja nciht mal tief tauchen...) eine ärztliche Bescheinigung benötigt. Ganz meiner Meinung! Hallo, das Scheißding hat 10 Euro gekostet! 

Mein Vater wollte mir gleich auch noch ne Grippeimpfe andrehen, aber der konnte ich erfolgreich entrinnen. So schnell sieht mich kein Arzt wieder! Und wenn, dann zieh ich das nächste Mal nen großen Ausschnitt an, dann muss ich nicht wieder halbnackt da rum hocken, weil der Kerl mich abhorchen muss-.-

Nun ja, zu Geschichte wäre ich sogar eigentlich noch fast pünktlich gekommen. Halt 10 Minuten zu spät, aber das hab ich mir dann auch mal eben geschenkt. Ich geh doch nicht für 30 Minuten nochmal in die Schule, um dann wieder nach Hause zu laufen und kurz darauf wieder zu kommen.

Nach einem Besuch in einer Arztpraxis, obwohl man gesund war, geht es einem ja eh irgendwie schlechter als zuvor. Pfui.  

1 Kommentar 14.10.08 13:27, kommentieren

"Ja, die Seefahrt, die ist lustig, ja, die Seefahrt, die ist schön."

Na ja, Ansichtssache. Eine sehr subjektive Ansichtssache. Eine Studienfahrt auf einem Schiff kann man gar nicht objektiv bewerten. Man kann sowas auch nicht bewerten, wenn man sowas noch nie gemacht hat. Dementsprechend sahen wir alle mit großer Erwartung der Studienfahrt, die aufs Ijsselmeer gehen sollte, entgegen.

Natürlich, jeder hatte so seine Vorstellungen von der perfekten Studienfahrt. Meine sah in etwa so aus:

In den Bus, der nach Südfrankreich fährt, steigen und im Mittelmeer rum plantschen, am Strand liegen und Sandburgen bauen.

Tjaaaa... die Leute, die nach Avignon gefahren sind, hatten genau dieses Programm. Okay, zwischendurch haben sie sich mal ein paar antike Bauten oder Ruinen angeguckt, aber hallo, ich spreche hier von Südfrankreich.

Da gucke ich mir doch lieber Ruinen an, als nach Polen oder Holland zu fahren. Meine Meinung wurde im Übrigen von Vielen geteilt und von denen, die meine Meinung nicht teilen, mag ich eigentlich eh fast niemanden, also ist deren Meinung so viel wert wie ein Lutscher, der nach Scheiße schmeckt (an dieser Stelle Danke an mein Bruderherzchen, von dem ich mir diesen Spruch geliehen hab).

Aber ich will ja bloß Nichts vorwegnehmen. Wenn ich jetzt schon im Nachhinein diese Fahrt bewerten würde, wäre es ja keine Überraschung mehr. Dann hätte ich vielleicht schon vorher eure eigene Meinung beeinflusst durch meine Wertung, das wollen wir doch nicht.

Wir schreiben heute den 31.08.08, Sonntag

Dann will ich euch doch zuerst einmal von unserer Abreise in Hemer erzählen.

Es war 15 Uhr, als wir am ZOB (Zentraler Omnibusbahnhof) eintrafen. Klein Jana (das bin ich) bepackt mit ihren 1000 Sachen: Rucksack, Jacke, Schlafsack, Koffer. Nebenbei noch Sonnenbrille auf der Nase, ausnahmsweise einmal perfekt lackierte rote Nägel mit weißen Spitzen, ein Tanktop mit der Aufschrift: "Nobody is perfect, but me" tragend verfrachte ich also, bzw. versuchte ich also mein Gepäck im Bus zu verfrachten. Auf dem Weg zum Bus fiel zuerst der Schlafsack runter, beim Aufheben dessen dann die tolle "Puck die Stubenfliege"-Sonnebrille. Der Tag fing ja schon Scheiße an und der Aufschrift machte ich bis dahin nicht gerade alle Ehre. Mal davon abgesehen, dass es eh ironisch gemeint war und ich mich sicherlich nicht als perfektes kleines Prinzesschen ansehe... Dann standen wir also vor dem Bus (in dem Tropenklima angesagt war) in der Sonne und warteten auf die Trödler. Normalerweise sag ich ja nichts gegen Menschen, die zu spät kommen (ich bin schließlich nicht gerade die Pünktlichkeit in Person *hust*) aber wegen dieser Leute hab ich mir erstmal einen Sonnenbrand auf den Schultern geholt *hrmpf*. Wie gesagt, der Tag fing ja schon gut an. Und es gab auch keine Aussicht auf Besserung innerhalb der nächsten Woche, denn die beiden Begleitlehrer, nennen wir sie einfachheitshalber Frau Schuld und Herr Horror, waren jetzt nicht gerade zwei junge attraktive (männliche) Referendare, mit denen eine Studienfahrt doch recht angenehm werden könnte. Das angenehm war nicht auf das attraktiv bezogen (Was ihr wieder denkt, tse tse...), sondern eher auf die Tatsache, dass junge Lehrer wohl lockerer sind und man bei denen wohl mehr selber entscheiden hätte dürfen. Na ja, und sie wären eine schöne Raumdeko gewesen *mit Schultern zuck*...

Während der Busfahrt dann versuchte man zu lesen (die Betonung liegt auf versuchte), aber irgendwer meinte, er müsse Boxen anmachen und laut mitgröhlen. Nach 10 Seiten hab ich dann aufgegeben (wie ich später bemerkte, war die Textpassage, die in der Klausur dran kam, genau in diesen 10 Seiten gewesen. Dementsprechend klar war mir der Inhalt...man erkennt die Ironie in dem Satz, oder? Gut.).

Irgendwann kam Frau Schuld dann auf die absolut grandiose und hundert pro Nobelpreis-reife Idee, wir sollten Knoten lernen. Wie schön und vor allem schade, dass es in dem ganzen Bus nur ein einziges Knotenbuch gab. Ich, ganz Gentle Frau like, hab natürlich anderen die Möglichkeit gegeben, ihre Fähigkeiten zu verbessern. Mein Strick endete hinterher als Schleife am Haltegriff. Ich fand die sehr ästhetisch. Mal eine kleine Anekdote am Rande, wo wir doch gerade bei Ästhetik sind: Letztens erst stellte ich fest, dass Menschen Dinge unterschiedlich wahrnehmen. So sagte ich beim Kochen: "Ne, die andere Bratpfanne, die da ist hässlich. Die andere ist viel schöner!" während mein Bruder mir am liebsten die (hässliche) Bratpfanne um die Ohren hätte knallen wollen, weil eine Bratpfanne ja wohl nicht schön, sondern pragmatisch sein solle. Er ist eindeutig der Lehrer aus unserer Familie...

Aber wir waren ja gerade auf der Busfahrt. Und nach 4 1/2 Stunden kamen wir dann auch endlich mal in Harlingen an. Ein Weltwunder.

Das Wetter schwül, der Himmel verfärbte sich gerade über dem Meer pink, da die Sonne gerade unterging. Ein schönes klischeehaft kitschiges Motiv für ein Foto... aber wir mussten ja die Koffer ausräumen.

So, da stehen jetzt also 23 Schüler und Schülerinnen mit 2 Lehrern am Hafen, vollgepackt mit tollen Sachen, die das Leben schöner machen (Essen. Essen. Essen. Handy. Essen. Ablenkungsmittel). Nur WO war das Schiff? Wo war die Fortuna?

Mal eben ein kleiner Exkurs zu dem tollen Namen, der schon eine Vorausdeutung auf alles Kommende ist:

Fortuna wird im Allgemeinen als eine wankelmütige, vielschichtige Göttin charakterisiert, die die Gaben ihres Füllhorns, gutes wie schlechtes Schicksal, Glück und Unglück, ohne Ansehen der Person verteilt.

Uns mochte die nette Fortuna wohl nicht so...

Denn sie stand in 3ter Reihe. Ihr versteht, was das bedeutet? Nein? Ich erkläre es euch gerne. Es bedeutet, dass 25 Personen, vollgepackt mit tollen Sachen, die das Leben schöner machen, erst über 2 andere Schiffe klettern müssen, um auf ihr Schiff zu kommen. Zudem kam noch, dass Tiefwasser war. Das Schiff lag also tiefer als der Hafen, was bedeutete, dass der etwa 40-50cm breite Metallsteg (ohne Geländer) vom Hafen aus erstmal schräg 3 m nach unten ging, um aufs Schiff zu kommen. Stellt euch also vor ihr steht da mit Rucksack, Jacke, Schlafsack und Koffer und müsst darüber. Wackelpudding in den Beinen, Angstschweiß auf der Stirn, schlotternde Knie, Unmutsbekundungen...wir hatten alles.

Nachdem diese erste Überlebensprüfung dann irgendwie gemeistert wurde (man fragte sich später, wie ), erkundeten wir das Schiff - welches eindeutig keine AIDA war. Klein, nass, rutschig, unbequem und auf den ersten Blick irgendwie beängstigend, eine Woche lang mit 26 anderen Personen auf diesem Schiff zu verkehren. Nicht nur auf den ersten Blick...

Ich belegte ein Zimmer mit Kim und Nina - glücklicherweise ein 4erzimmer, sodass wir uns ein bisschen ausbreiten konnten - stickig war es da trotzdem und auf Grund des schwülen Wetters war auch der Aufenthaltsraum vom Klima her nicht gerade erholsam... Das Zimmer (wenn man es denn so nennen durfte) besaß ein "Fenster". Ein Prisma an der Decke. Zwischenzeitlich kam dadurch aber kein Licht, je nachdem, ob nicht gerade einer auf deinem "Fenster" draufstand.

Das Hochbett, in dem ich schlief, war keine 60cm breit und eine Begrenzung, die dich vor einem eventuellen Herausfallen gehindert hätte, suchte man auch vergebens. Abends ging es dann in die Stadt, um etwas zu essen zu suchen. Der Döner war interessanterweise eher ein Wrap mit Dönerfleisch und einer Tsatsiki-ähnlichen Sauce, deren Konsistenz aber nicht ganz so fest war. Dementsprechend sah ich nach dem Essen aus, als hätte wer auf mir...äh...Flecken hinterlassen *hust*.

Die Nacht war... ungewöhnlich. Ein Schiff im Hafen, bei Sturm und Gewitter und da soll wer schlafen können. Okay, meine beiden Zimmermitbewohner konnten schlafen, ich hab gerade mal von 2 bis 5 Uhr geschlafen und danach 2 Stunden wach im Bett gelegen, um dann total froh mit dem Weckerklingeln aufzuspringen. Ich hing im Übrigen zwischendurch mit der Hälfte meines Körpers aus dem Bett raus, aber gefallen bin ich nicht.

 

So schrieben wir dann also den 1.09.08, Montag

Kann man sich vielleicht vorstellen was für gute Laune man hat, wenn einem morgens früh schon Lehrer und ungeliebte Schüler entgegen gucken? Schreckliche, ganz schreckliche.

Wir fuhren zuerst mit Motor los, da es für das Segel zu windig und dementsprechend zu gefährlich gewesen wäre. Man will uns ja nicht umbringen - nur halb. Zu dem Zeitpunkt hatte ich mich ins Zimmer verzogen und wollte versuchen, etwas Schlaf nachzuholen. Brachte nicht viel, denn irgendwann wurde das Segel gesetzt (wovor ich mich grandios drückte). Und mit dem Segel kam die Unruhe - und die Übelkeit. Das Schiff stand irgendwann so schief, dass man beim Laufen durch den Gang immer gegen die Wand knallte und alles von den Betten/bzw aus den Schränken fiel. Danach hab ich glaub ich so an die 4 Stunden in der Kälte auf dem Deck gelegen und geschlafen. Unter Deck gings gar nicht, die Reisetablette wollte auch nicht so wirken, aber wir lagen dann zu mehreren auf dem Deck rum und wären fast vom Schiff gepurzelt. Was muss sich das Segel, und damit das ganze Schiff, auch immer drehen und dann zur anderen Seite runterstehen... Aber hey, es war zwar kalt und unbequem, aber da oben wurde einem nicht so schlecht und geschlafen hab ich ja letztendlich auch. Wir waren übrigens auf dem Weg nach Texel, einer kleinen Insel, die, da spreche ich aus Erfahrung, doch nicht so klein ist, wie sie scheint.

Das Essen, bestehend aus Gulasch und Nudeln war nicht so ganz nach meinem Geschmack. Nichts gegen die Nudeln, aber wie schafft man es, fertiges Gulasch anbrennen und zerkochen zu lassen? Das ist mir ein Rätsel... Es blieb jedenfalls noch einiges davon übrig, weshalb Frau Schuld bestimmte, dass man das Gulasch ja an einem anderen Tag nochmal warm machen könne.... OHNE MICH.

Der Montag kam und ging...

Dienstag, 2.09.08

Der Tag des Grauens, des Schreckens, des Todes, der verfluchte Tag, der Scheißtag. Wie man es auch nennen mag, positiv wird nichts davon sein.

Ich hatte schon früh morgens die Vorahnung, das mir der Tag nicht gefallen würde, sodass ich jeden Weckversuch mit einem Fauchen oder Grummeln oder Fluchen gekontert habe - hey, zu dem Zeitpunkt hab ich wenigstens noch nicht mit Schullektüren geworfen.

Als ich dann doch aufstand und frühstückte ging es danach in die Stadt, um den dortigen Spar-markt zu suchen. Jaaaa....wir standen davor...*hust* und er war 3 Wochen zuvor abgebrannt. Also kein Supermarkt weit und breit. Wir also zurück zum Schiff, kommen da an, alles leer. Keine Lehrer, keine Skipper, keine Schüler. Da standen wir zu Viert dort und wussten nicht wohin. Also rumtelefoniert: Die Erste nicht erreichbar, der Zweite motzte, dass er jetzt auch dafür bezahlen müsse. Irgendwann erfuhren wir dann aber doch, dass wir zum Fahrradverleih mussten. Da kamen Fragen auf: "WIESO leihen wir Fährräder aus? Wohin wollen wir damit? Wer fährt bei Regen und Windstärke 8 Fahrrad?"

Tja, Frau Schuld und Herr Horror hatten dies beschlossen. Diese beiden sind Schuld an dem Horror (woher sie bloß ihre Namen bekommen haben?). Und so fuhren wir dann mit den tollen Hollandrädern los. Manche hatten eine Karte - schon mal vorweg gesagt, Kim und ich hatten KEINE Karte. Zuerst ging es für uns den Lehrern hinterher nach Den Burgh, wo wir eine Stunde Zeit hatten, um ein bisschen zu shoppen. Das taten wir dann auch. Und 5 Minuten nach der vereinbarten Zeit kamen Kim und ich dann zu unserem Treffpunkt...

...

Kennt ihr die Art und Weise, wie in Filmen immer gähnende Leere dargestellt wird? Staubballen, die vorbeiwehen, man hört nichts als den Wind... ja, so kam es mir vor. In dem Moment der Erkenntnis, dass nur noch unsere Fahrräder dort stehen, sah ich die Staubballen vorbeiwehen und hörte nichts als den Wind.

Tjaa... wie kommen zwei Mädels jetzt zu dem eigentlichen vereinbarten Treffpunkt, den sie nicht kennen, da sie während der Besprechung auf der Suche nach einem Sparmarkt waren? Und vor allem ohne Karte? Tjaa....DAS haben wir uns auch gefragt. Wir kannten weder den Weg zurück zum Hafen (noch den Namen des Hafengebietes, in dem wir lagen), noch den Weg zu dem Treffpunkt. Wir hatten ein einziges Stichwort: ECOMARE.

Strike, dachten wir uns, wir kommen doch noch pünktlich dahin. Es war zu diesem Zeitpunkt gerade Halb 1, um Halb 2 sollte unsere Führung losgehen. Da fragten wir also in Den Burgh nach dem Weg zum EcoMare. Unsere Holländisch-Kenntnisse waren auch nicht so die Besten, muss man dann mal sagen. Das Grobe versteht man so noch, aber wenns ins Detail geht *hust* Nun ja. War es jetzt die erste Kreuzung links oder doch die zweite rechts oder die erste rechts und die zweite links? Iiiiirgendwann kamen wir dann aber an dem "De Koog"-Schild an, dem wir folgen sollten. Dann kamen wir doch irgendwann, ziemlich durchnässt und erschöpft, am EcoMare an...

Aber keins der Leihfahrräder war da zu finden. Aber wir waren ja auch viiiel zu früh, es war ja auch erst kurz nach 1. Dann haben wir uns erkundigt da an der Rezeption...und erfuhren, dass wir einen Termin in den Salzwiesen bei De Slufter hatten. Die wiederum in der genau entgegen gesetzten Richtung waren. Die Frau an der Rezeption war aber so nett uns eine Karte zu geben und uns den Weg einzuzeichnen. Man muss auch wirklich blond sein, um sich da noch zu verfahren. Nun gut, wir waren nur zu 50% blond, weshalb wir auch nur die 3/4Stunde zu spät kamen, weil wir anstatt bis zum 4ten Aufgang, der über die Dünen geht, zu fahren, 5mal zwischen den ersten Dreien hin- und hergependelt sind.

Und was erwartet uns, als wir ankommen? Eine Predigt von Frau Schuld, die Schuld daran ist, dass wir überhaupt vergessen wurden. Aber wir können doch nicht einfach alleine da rumfahren, solche Alleingänge will sie bloß nicht wieder von uns sehen. Sooo geht das aber nicht! Bla bla bla... Wir waren durchgefroren, total mit den Kräften am Ende und von Kopf bis Fuß nass. Sowas wie Mitleid kennt Frau Schuld nicht. Und einsehen, dass sie daran Schuld ist, würde sie auch niemals. Doofe Pute.

Wir wurden dann vor die Wahl gestellt: bei dem Wetter dableiben und noch Fische keschern oder jetzt schon zurückfahren und einkaufen. Kim, Nina und Ich sind also mit der Einkaufsgruppe (ja, es war kein Urlaub, man hatte jeden Tag eine Aufgabe zu erfüllen) mitgefahren. Der Plan war, nach Den Burgh zu fahren und dort einzukaufen und mit den Einkäufen zurück zum Schiff.

So weit, so gut. Dank unserer Extrarunde waren Kim und ich schon ein bisschen kraftloser als der Rest und so fuhren wir zu 10t los. Man bedenke, nur 2 kannten den Weg. So fuhren und fuhren wir (ein Schild sagte ganz nett Den Burgh: 15km) und irgendwann... waren wir nur noch zu 6t. 6 Weiber allein auf einer Insel. Planlos und Orientierungslos. Bzw., wir hatten eine Inselkarte, aber auf der waren nur wenige Straßen eingezeichnet und bei den Wetterverhältnissen war die Lebensdauer von Papier nicht soooo hoch. Ich glaub wir sind letztendlich (ohne Einkaufen gewesen zu sein) 2 1/2 Stunden auf dieser Insel herumgeirrt, bei Hagel, Sturm, Regen und vor allem Gegenwind bei Windstärke 8. In meinen Chucks stand das Wasser (beim Trampeln machte es immer so tolle Geräusche), sobald man strampelte triefte das Wasser oben an der Hose heraus (also so wegen Muskelkontraktion der Oberschenkel, wird ja alles dicker beim Anspannen und das presste dann das Wasser wieder heraus. Was nicht viel brachte, da von oben immer wieder Neues kam, aber wayne..). Und warum das alles? Weil die Lehrer nicht Bus fahren wollten. Sie sind Schuld an dem Horror.

Ein Wunder war es überhaupt, dass wir noch bis zum Schiff gekommen sind. Es gab Momente, da wollte man sich einfach nörgelnd an den Straßenrand setzen und auf den Tod warten. Die Beine total überansprucht, nass, kalt, eklig. Und dazu noch hungrig. Laufen war danach erstmal nicht drin. Am Schiff angekommen, wurden die ganzen Sachen erstmal ausgezogen und im Aufenthaltsraum verteilt, denn in den kleinen Zimmern hätte es bestimmt schön gerochen. Danach ging es dann erstmal heiß duschen. War richtig angenehm, zu dem Zeitpunkt war es mir auch scheißegal, dass man durch die kleinen Fenster von draußen in die Duschen (und in die Toiletten) reingucken kann. Einfach nur wieder auftauen und die blaue Farbe von der Jeans, die schön abgefärbt hat, vom Körper bekommen. Kurz darauf traten dann auch die ersten Krankheitssymptome auf: Schnupfen, Husten, Fieber, Halsschmerzen. Aspirin hilft - wirklich. Nur die, sagen wir, äußerlichen Schmerzen, die das Fahrradfahren hinterlassen hat, gingen davon nicht weg (kaputte Schienbeine, weil man beim Schieben gegen die Pedale getreten ist etc. pp. [muss ja nicht weiter ausgeführt werden]).

Danach musste unsere Gruppe kochen. Es gab Hähnchengeschnetzeltes in fruchtiger Currysauce mit Reis. Bis auf die Tatsache, das es viiiel zu scharf war, fand ich es lecker - auf jeden Fall besser als das *hust* leckere aufgewärmte Gulasch.

Die ganze Woche übrigens mussten wir uns mit einem schwarzen Schaf in unserer Gruppe rumquälen. Also, normalerweise bin ICH ja gerne das schwarze Schaf, aber dieser $%&()§ *PIIEEEEP*.... na ja, er war sehr anstrengend. Mehr als sehr anstrengend. Bis zum Donnerstag hat man das akzeptiert, aber dann *mwuahha* später dazu :D

Nun nochmal dazu, dass wir ja nicht einkaufen waren. Wir bösen, bösen, ungezogenen Kinder. Wie gemein und egoistisch wir doch sind. So geht das aber nicht.

Da haben Herr Horror und Frau Schuld doch ernsthaft im Gang darüber gelästert, wie egoistisch wir doch seien, weil wir nicht einkaufen waren. Hallo, es wär nur ein Umweg von so etwa 10-15 km gewesen, das hätte man doch mal machen können. Also wenn WIR gerne Milch zum Frühstück gehabt hätten, hätten wir die ja geholt. WIR wollen ja keine Milch haben, deswegen haben wir die nicht geholt. So egoistisch, wir denken nicht an Andere. Interessant, dass sich alle Schüler darauf geeinigt haben, dass wir mal ein Frühstück ohne Milch überleben werden, weil es einfach physisch für uns unmöglich war, nochmal einkaufen zu fahren. Aber die Lehrer, die hätten das ja für uns Schüler gemacht. Die haben die ganze Woche zwar keinen Finger für uns krumm gemacht, aber sie hätten das ja gemacht, wenn es ihre Aufgabe gewesen wäre. So schlimm sei das Wetter ja auch nicht gewesen.

Im meinem Rucksack stand zwar nur das Wasser....

Mittwoch, 3.9.08

Oder auch der Tag, an dem die Fäkalien wieder hoch kamen - und wir Putzdienst hatten.

Wir segelten also mal wieder durch die Gegend. Zuerst hieß es, wir seien auf dem Weg nach Terschelling (oder so...), angekommen sind wir dann in Enkhuizen. Aufgrund des schlechten Wetter sei es nicht möglich gewesen, nach Terschelling zu fahren...

Ich hatte direkt nach dem Frühstück meine Reisetablette eingeworfen und hoffte, dass sie diesmal wirken würde (Montag war ja fürn Arsch). Und sie tat es auch. So konnte ich ganz gechillt mein Bioreferat absaufen lassen - also eigentlich ist das ja schon bei der Fahrradtour abgesoffen, ne? Nur so fürs Protokoll. So hielt ich das also unter den Wasserhahn - föhnte es - machte es wieder nass - föhnte es. Aber es wollte einfach nicht kaputt gehen. Die Qualität des Blattes hatte ganz schön gelitten, aber unser blöder Drucker benutzt wasserfeste Tinte. Also hab ich das ganze Referat noch mal mit Fineliner abgeschrieben und - siehe da - die Tinte lief ganz von alleine vom Papier. Das war jetzt aber auch schade. Mein armes Referat vollkommen zerstört, so konnte es doch nicht mehr gehalten werden...Eine Gedenkminute bitte, ja?

Gut, nun zu den Fäkalien. Während ich mit der Vernichtung meines Referats zugange war und mir nebenbei noch eine Heiße Tasse gemacht hatte (das Wasser aus dem Wasserhahn war so kochend heiß, da brauchte man nicht erst in die Küche gehen xD), ging auf der anderen Seite des Schiffes die Welt unter - in der Brühe xD. Wie gut, dass unser Zimmer rechts gelegen war. Denn links kamen sowohl aus Klos und Waschbecken wieder die Sachen hoch. Sah sehr lecker aus, muss ich sagen. Das Fleisch für den Pfundstopf lag zu dem Zeitpunkt übrigens angeblich auch in dem Waschbecken, nette Info, oder? Wie gut, dass ich das eh nicht mochte xD'

Der Skipper meinte dann aber, dass er bei der Reparatur auch die Grobreinigung übernehmen würde und wir dann nur noch mal kurz dadurch wischen müssten und so – ein Glück.

Die Reisetabletten haben übrigens den netten Nebeneffekt, dass man davon müde wird. Deshalb konnte ich dann schön nachmittags schlafen. Nachts kam man ja irgendwie nie richtig zum Schlafen, da entweder die Luft beschissen war, der Luftzirkulator im Zimmer so laut war, die Betten zu unbequem waren oder weil man spät ins Bett ging und früh wieder raus gescheucht wurde.

Abends gab es dann aufgewärmtes Essen von Montag und Dienstag. Ich konnte gottseidank noch den letzten Rest unseres Curryhühnchens ergattern und musste deshalb nicht ekliges Gulasch essen, das Wochen zuvor gekocht, dann eingefroren, bis dahin transportiert, aufgewärmt, angebrannt, wieder in den Kühlschrank gestellt wurde. Aber man kann soviel Essen ja nicht wegschmeißen, da verzichtet man lieber auf die Hamburger (auf die ich mich die ganze Woche gefreut hatte). Kein Wunder, dass von dem ekligen Gulasch so viel übrig geblieben ist-.-

Nach dem Essen gab es dann wieder eine tolle Ansprache von Frau Schuld. Mein grandioser Auftritt rückte also immer näher *mwuaha*

Frau Schuld: Jaa, wir hören uns dann heute Abend wieder Referate an. Anfangen wollte ich mit deinem Jana. (<~ das bin ich )

Jana: Ja, tut mir sehr Leid, aber das ist leider abgesoffen. *smile*

Schuld: Wie, abgesoffen?!

Jana: Ja, das Referat war in meinem Block, der in meinem Rucksack und DER war bei der Fahrradtour dabei und danach STAND das Wasser darin. Das kann man alles leider nicht mehr lesen. *smile*

Schuld: Ja wie?! Das müsste ja auch im Kopf sein und nicht nur auf dem Blatt Papier.

Jana: Ist es natürlich auch, aber dann kann ich das ja gar nicht so frei vortragen, wenn mir meine Notizen fehlen. *versucht, sich das Grinsen zu verkneifen und immer noch debil durch die Gegend lächelt*

Schuld: Ja, dann kriegst du noch 15 Minuten um das neu zu machen! Jonas, was ist mit eurem Referat?!?

Jonas: Abgesoffen!

Ja ja, so ist das Leben. Nennt mich zickig, aber mich hat die Aktion seelisch befriedigt. Immerhin sind sie Schuld an dem Horror, da sie mit dem Fahrrad anstatt mit dem Bus fahren wollten. Obwohl man GESEHEN hat, dass schlechtes Wetter ist. Es hat ja schon bei der Abfahrt geregnet.

An dem Abend musste ich auf jeden Fall kein Referat halten (aber am nächsten-.-).

Danach ging es mit Kim und Marcel in die Stadt, auf der Suche nach einer Bar, in der man gegen die Regeln verstoßen könnte. Es hieß ja, kein Alkohol. Boar, was sind wir Rebellen.

Wir haben dann auch etwas Schönes gefunden, die Atmosphäre in der Bar war einfach genial. Das war so eine richtige Szenebar mit Vogue-Fotos an den Wänden und die Bar war in absinthfarbenes Licht getaucht xD. Wir bestellten uns also unsere Getränke, scherzten dabei rum: „Wetten, Schuld und Horror kommen hier rein und wollen was trinken?“ Da hatten wir dann gerade unsere 2 Runde fertig, WER betrat die Bar?! Okay, wir saßen direkt am Eingang, uns hätte man nicht übersehen können. Wir haben dennoch versucht, uns so klein und unauffällig zu machen, wie es ging. Nach nem Jacky und nem Malibu leichter gesagt als getan, wir waren wirklich gut drauf. Die Holländer verkaufen sowas ja auch nicht im Pinnchen, sondern füllen dir ein ganzes Longdrinkglas pur mit dem Zeug auf. Okay, wir bestellten uns also unsere dritte Runde: Und was nehm ich? Einen Apfelkorn. Allerdings stellte ich mal wieder meine Sprachunkenntnis unter Beweis und war so blöd, den Apfelkorn ohne Eiswürfel zu bestellen. „Wetten, du kriegst jetzt ein Pinnchen und das sehen dann Schuld und Horror?“ Ähm, wär doof. Das wär ganz doof. Schuld mag mich ja eh so besonders, nach der Referatsache erst recht und dann erwischt sie mich mit Alkohol. Obwohl ich ja sagen muss, dass ich überhaupt nichts dagegen gehabt hätte, wenn ich nach Hause geschickt worden wäre. Ich hätte mich sogar gefreut, endlich da weg zu kommen.

Letztendlich sah mein Apfelkorn eher aus wie Apfelsaft, da das große Glas bis oben hin voll war. Man roch es zwar (und man merkte es an mir xD), aber aus Entfernung hätte man nicht sagen können, was ich da trinke. Die Lehrer hatten uns zu dem Zeitpunkt natürlich schon entdeckt und guckten auch immer mal wieder zu uns rüber. Irgendwann kam dann der Moment, an dem wir sagten, wir sollten besser gehen („Hui, mir ist aber warm.“ „Ich glaub, ich kann nicht mehr gerade laufen.“ )

Wir riefen also den Kellner, der aber nicht an unserem Tisch abrechnen wollte, sondern an der Bar – direkt neben dem Lehrertisch – was wir erstmal total vergessen hatten (Alkohol, du böser Geist). „Ja, Jack Daniels, Malibu, Apfelkorn hatte ich.“ Man dreht sich um zum Gehen: OMG WTF! Da sitzen die Lehrer und gucken uns ganz interessiert zu. So schnell konnte der Kellner gar nicht gucken, wie wir weg waren xD. Aber wir kamen sogar noch relativ nicht-schwankend aus der Bar heraus und konnten uns dann auf den Weg zurück zum Schiff machen.

Doch da erwartete uns eine böse Überraschung. Eine Überraschung, die gezeigt hat, dass unser Kurs doch so etwas wie Zusammenhalt kennt. Eine Überraschung, die dazu führte, dass ich mal keine große Klappe gegenüber Frau Schuld hatte. Die ganze Gruppe (also jedenfalls der Teil, der um die Uhrzeit noch wach war), hielt sich dann ziemlich lange oben im Aufenthaltsraum auf, um die Lehrer bloß dort oben zu halten, sodass sie unser Hollandopfer nicht zu Gesicht bekommen. Was ansonsten ziemlich unangenehm hätte enden können. Man unterhielt sich also nett mit Frau Schuld und Herrn Horror, einigte sich darauf, am folgenden Tag das Referat zu halten („FUCK!“ ) und ließ sich auf ein Gespräch über Shakespeare und Seekarten ein. Dabei versucht man natürlich seine Alkoholfahne zu verbergen („Tee, ich brauche diesen Tee, der so unglaublich stinkt“ – „Der schmeckt aber scheiße.“ – „Ja schon, aber er überdeckt den anderen Geruch.“ ) und auch sonst verhielt man sich stocknüchtern (dass das daneben ging, muss ich ja eigentlich nichts extra erwähnen… ).

Der kleine Scherz seitens Herrn Horror wäre fast unser Verhängnis geworden. „Ja, man leuchtet da ja immer mit ner Taschenlampe in die Augen.“ Weitere Erläuterungen sinnlos, oder?

Und dann kam dieser Jemand mit dem Tshirt: Doggy Style. Und wir lagen vor lachen am Boden. „Huuuu haaaaa, duuu, daaaa!!! Tshirt!! Doggy Style! Huuu haaa hiihii!!“ Frau Schuld hatte keinen Plan von Nichts und wir sind fast gestorben. Das war’s dann wohl mit „Wir tun so, als wären wir nüchtern“.

Bilanz des Abends: Das Problem wurde erfolgreich versteckt, meine Absaufaktion war total überflüssig, Shakespeare ist doof, Seekarten sind nichts für mich orientierungsloses Huhn, Holländisch ist auch doof und Saufen in der Kneipe, in der die Lehrer sitzen, ist auch nicht das Wahre.

Der Donnerstag kam. 4.9.08

Und wir hatten Frühstücksdienst. Da hatten wir uns abends schon das Geld für die Brötchen gesichert und sollten um 7.45 Uhr die Brötchen holen. Also Kim und ich. Um 7.10 Uhr stürmte der Erste herein und forderte uns auf, endlich aufzustehen. Das wurde erstmal ignoriert. Im 5-Minutentakt kam dann immer mal wieder wer, um uns zu scheuchen. Schließlich, um 7.44 Uhr waren wir fertig, da stürmte der Nächste herein, nahm das Geld und war weg. „Tja“, dachten wir uns, „wer nicht warten kann, ist selber Schuld.“ Also haben wir uns erstmal noch richtig fertig gemacht. Also mit Schminken und so ein Zeugs. Selber Schuld also, dass sie es alleine machen müssen. Als wir hoch kamen, waren die Tische schon gedeckt, die Brötchen aber immer noch nicht in Sicht. Sie wussten nämlich nicht, wo der Bäcker war, bei dem wir die Brötchen bestellt hatten. ÄÄÄÄTSCH!

Frühstück verlief dann wie immer: Man quälte sich, wenigstens ein bisschen Müsli mit Vla runter zu bekommen (eklige Mischung, sag ich euch) und dann wurde abgeräumt. Also, wir mussten abräumen. Man brachte also die Teller und Gläser und das Besteck und alle anderen Sachen wieder in die Küche und musste dann dort aufräumen. Da ging es schon los mit dem blöden „schwarzen Schaf“, das ich glaube ich schon vorher einmal erwähnt hab. Halt der Kerl aus unserer Arbeitsgruppe, der nichts gemacht hat, außer Meckern.

Wir mussten also Spülen und in der Spülmaschine ganz unten lag wohl noch Besteck. Da fing er an: „BOAR! Wer war denn das?! Haben die nicht aufgepasst?!?!“ Alle Anderen rollten die Augen, taten das mit einem „Ist doch nicht schlimm“ ab und arbeiteten weiter. Was macht er? Ich nenne ihn jetzt mal …Idiot. Also, der Idiot sucht also die vorherige Waschgruppe auf und kackt die zusammen, was sie denn nicht aufpassen würden. Die entschuldigten sich sogar, dass sie es übersehen haben, aber damit war ja nicht genug: „He, jetzt haben die sich echt darüber aufgeregt und meckern wieder. Die ganze Zeit meckern sie! Nur weil ich was gesagt hab!“ Da ging es irgendwie nicht mehr ganz so: „Du bist der Einzige, der hier meckert. Und jetzt halt einfach die Klappe und räum das weiter ein oder lass uns das machen, wenn hier alles Scheiße ist.“ „Nee, ich mach das schon. Was fängst du jetzt auch schon an, hä?!“ Danach hab ich mich dann in den Aufenthaltsraum verzogen und beim Einräumen geholfen. Bloß weg von dem. Kurz darauf ertönte der nächste Schrei aus der Küche und die Nächste kam mit einem „Boar, soll er doch verrecken!“ nach oben. Man hörte nur aus den Ecken: „Idiot? Boar, der regt mich auch auf! Scheißt den mal weiter an!“ Hihi. Am Ende der Fahrt hatte er irgendwie Niemanden mehr, den er nerven konnte.

Ich erinnere mich noch daran, dass er Mittwoch Abends bei uns in der Zimmertür stand und zehntausend Mal Gute Nacht gesagt hat, dabei noch über den Verlust seines Handys geklagt hat und einfach nicht gegangen ist. Also ein Problem beseitigt.

Nun denn, der Donnerstag fing also schon ziemlich bescheiden an. Wir fuhren dann weiter nach Maccum, ich schlief währenddessen. Erwähnte ich, dass meine Reisetabletten müde machen? Toller Nebeneffekt, sag ich euch. Und ich hatte immer noch nicht weiter gelesen.

Aber das war ja egal. In Maccum angekommen wollten wir dann, nach einer kleinen Stadterkundung zum Strand. Zu dem Zeitpunkt wussten wir aber nicht, dass der Strand 5km entfernt ist. Wir tigerten also da die Straße entlang und kamen und kamen nicht an – bis uns plötzlich ein Miauen zu Ohren kam. Und dann das süße kleine Straßenmietzekätchen passend dazu aus dem Busch gekrochen kam. Klein, abgemagert, mit struppigem Fell und im Sekundentakt mautzte sie. Waahhh, wie süüüß sie einfach war. Und sie folgte uns die ganze Zeit über. Irgendwann gaben wir dann auf, zum Strand zu gehen (es war schließlich auch kalt) und so gingen wir zurück. Und das Kätzchen immer hinter uns. Fast wäre sie bis zum Schiff mitgekommen, aber dann hat sie es sich doch noch anders überlegt. Schade, ich hätte die gerne mitgenommen. Obwohl ich es mir auf Dauer lästig vorstelle, ne im Sekundentakt miauende Katze zu haben. Aber sie war toll *~* Viel toller als die Katze, die wir in der Innenstadt gefunden haben.

So verging dann auch irgendwann der Donnerstag. Wir gingen noch mal kurz beim Aldi einkaufen (gott, hatten die da Süßigkeiten *~*) und dann zurück zum Schiff – wo uns der Pfundstopf erwartete. Hehe, ich mag das ja eh nicht. Schade aber auch. Esst ihr ruhig das Fleisch, das im Waschbecken lag. Ich hatte meine pinkfarbenen Törtchen <3

Was übrigens auch mal wieder für Lästerstoff sorgte, wenn man es denn so nennen will. Miss Bauerntrampel, die ich ja eh unglaublich in mein Herz geschlossen hab („Öh, ich mag das nicht. Ist ja ekelig. Wäh. Voll doof.“ Das mit einer so verdammt monotonen Bauerntrottelstimme gesprochen, bringt mich so auf 180 xD) und Miss Damenbart fanden das ja richtig doof, dass ich den ach so leckeren Pfundstopf nicht angerührt habe. Hey, ich wollte erst gar nicht zum Essen kommen, weil es dämlich aussieht, dort zu sitzen und nichts zu essen, aber wir wurden ja gezwungen. Und dann erreichte mein Ohr ein nicht sehr leises: „Wä. Die essen da ja nix von. Haben sich bestimmt im Zimmer mit Süßigkeiten vollgestopft. Wä. Voll doof.“ Ich müsste da eigentlich ne Audioaufnahme von machen, diese Monotonie kann man sich gar nicht so gut vorstellen. Aber ich kann es gut nachmachen xD’ *hust* Und irgendwann hat sie das auch mal gehört, aber wayne. Ich bin ja eh so böse. So ein gemeines Arschloch, das hat man ja noch nie gesehen. Ist es komisch, dass ich es toll finde, Hater zu haben xD? Es ist ja nicht mal so, dass ich denke, dass der Hass bloß Neid und Eifersucht ist (okay…vllt ein bisschen xD. Gott, bin ich arrogant :D’ Arrogante Attention whore, das klingt doch schön, oder xD?), aber es ist einfach schön zu wissen, dass man nicht Everybody’s Darling ist. Das find ich ja soo zum Kotzen. Wenn ich dich nicht mag, sollst du mich auch nicht mögen. Alles andere ist komisch.

Wenigstens hab ich nicht so ne Fresse gezogen und mich nicht lautstark über das Essen beschwert.

Nach dem Essen kam dann wieder eine Schreckensnachricht. „Ja, wir hören heute wieder Referate!“ FUCK. Schnell in die Kabine, noch mal neu abgeschrieben (dabei die Hälfte weggelassen) und wieder zurück in den Raum. Und dann direkt als Erste in die Höhle des Löwen. Na ja, zugehört hat ja eh keiner. Ich hab zwar mal wieder bewiesen, dass ich einen Hang zum ‚hang’ hab, aber nun ja…

Den Abend ging es dann mit der ganzen Truppe in ein Lokal, uns wurde ein Getränk spendiert: Cola oder so. Als die Lehrer dann weg waren, genoss man seine Volljährigkeit, um die Studienfahrt wenigstens etwas angenehm zu gestalten. Na ja, gebracht hat es nichts.

Freitag, 5.09.08

Der letzte Tag! Juhuuu! Fast geschafft, bald wieder in der (zwar auch verhassten, aber doch viel angenehmeren) Heimat!

Das Frühstück hab ich an dem Tag verweigert, trotz unzähliger Weckversuche. Da flog dann zum ersten Mal Effi Briest durch den Raum :D Es wurde gepackt, Sachen wurden geföhnt (die immer noch nass waren… ) und man freute sich einfach nur auf die Rückfahrt. Irgendwann kamen wir dann auch endlich wieder in Harlingen an, gingen dort noch schnell Vla kaufen und dann bestieg man schnell den Bus. Einige ließen „ihre Eier auf dem Schiff“, bangten um ihr Leben (nicht nur, weil der Bus so alt und knattrig war) und dann, endlich… nach der Gr- zu Hause war man einfach nur noch erleichtert. Und außerdem wartete dort eine riesengroße Portion Schweinefilet-medaillons mit Spätzle in Sahnesauce auf mich *yammy* Ende gut, Fahrt scheiße. Aber was zählt, ist ja das Happy End…

Fotos guckstu hier

 

2 Kommentare 13.10.08 19:39, kommentieren

Schulstress

Wir schreiben einen komischen Tag. Der nennt sich erster Schultag nach den Herbstferien. Ein doofer Tag. Vor allem, wenn man eine 4stündige Bio-LK-klausur schreiben muss.

Gott sei dank fing die erst in der 3ten Stunde an, ansonsten wäre ich ganz tot gewesen. Ich war zwar auch so tot, aber nicht ganz so schlimm.

Mein Geist und mein Körper haben sich nämlich gegen mich verschworen. Der Geist sagte: "Scheiß auf die Bioklausur!", der Körper sagte: "Ich hab Hunger, ich pack jetzt kein Biobuch an." Sau die. Mein Körper ist ein kuchensüchtiges Monster. Nicht, das das für mich neu wäre.

Jedenfalls weigerte sich alles an mir, gestern Bio zu lernen. Bis 12 Uhr. Nachts. Um 12 Uhr Mittags war ich doch noch in meinem Bettchen. Bis 3 Uhr dann versucht ich irgendwas zu lernen - vergeblich, aber ich hab was gemacht. Danach konnte ich nicht mal schlafen, zu früh aufgewacht bin ich auch noch und alles "lernen" war auch fürn Arsch. Es kam alles andere dran, nur nicht das, was ich konnte. Dafür ist meine Schrift in dieser Klausur so ordentlcih wie noch nie. Und ich hab auch noch alles unterstrichen - wie in Mathe. Gibt's in Bio wohl auch Punkte dafür? Wär ja schön, bei der Schönheit meiner Klausur. Der Inhalt ist Mist, aber es sieht toll aus. Wer liest sich denn auch 6 Seiten in winzigkleiner Schrift durch? Das guckt man sich an, sagt: "Schöne Schrift. 15 Punkte!" und fertig.

Das würde mir doch mal gefallen. Wunschdenken. Nun ja, morgen nur 4 Stunden Unterricht, da ich die anderen 3 Stunden wohl beim Arzt verbringen werde. Flossen und so hab ich jetzt übrigens auch schon, so langsam wirds was mit meinem Leben. So ein bisschen zumindest. Wenn ich doch bloß morgen keine Doppelstunde Bio hätte *seufzt*

Alles wird gut. Hoffentlich. Wenn ich jetzt auch bloß wieder richtig gesund wäre - und wenn der Arzt morgen bloß nicht merkt, dass mir noch ein paar Spritzen fehlen...dann wäre alles viel schöner. Aber man kann ja nicht immer alles haben (man kann es aber versuchen). Lächeln und Winken. Süß und knuddelig. Ich bin doch so brav.

lg 

1 Kommentar 13.10.08 19:35, kommentieren

Schauderhafte Maskerade

Es sollte die Nacht der Nächte werden. Die Horrornacht schlechthin.

Nachdem Nicole, Nina und ich bereits in den Sommerferien einen schönen DVDabend gemacht haben, wollten wir das nun wiederholen. Damals schauten wir Gothika (und Gothika ist ja wohl mal nicht so das gruseligste, was es gibt). In der ersten Herbstferienwoche dann lief "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" im Fernsehen. Das wollten wir uns ja nicht entgehen lassen. Oder vllt besser gesagt: Wir wollten uns Ninas unglaublich geniale Reaktion darauf nicht entgehen lassen. Denn Nina ist unglaublich panisch. Nina hat vor allem Angst.

So lachten Nicole und ich uns darüber kaputt, dass der Mann im Regencape von rechts kommend nach vorne um die Kurve geschleudert wird, während Nina schreiend und um sich schlagend versuchte so wenig wie möglich von der schwarzen Bestie zu sehen.

Den zweiten Teil dieses Filmes verweigerte sie dann, sodass wir sie schließlich zwingen mussten als Ersatz mit uns The Grudge zu sehen. Ha ha. Und dieser Abend kam nun gestern.

Der Film wurde ausgeliehen und wir machten es uns in meinem Zimmer bequem. Kein Lichtlein brannte, da vorsichtshalber der Glastisch mit den Teelichtern aus Ninas Reichweite entfernt werden musste (eine weise Entscheidung...).

Nina schrie schon beim Menü auf, wir lachten schon los. Na das konnte ja was werden. Und irgendwie ging es dann auch den ganzen Film so weiter. Nina versteckte sich hinter dem Kissen, Nicole versucht sie davon abzuhalten und bekam eine geballert. Und ich? Ich saß da und lachte mich kaputt und erfreute mich daran, dass Nicole neben Nina saß.

Wenigstens hat sie die Szene gesehen, in der die tote Frau plötzlich unter der Bettdecke auftauchte und sie umbrachte. Wer weiß, was so unter ihrer Bettdecke plötzlich heute Nacht auftauchen würde...?

Wer The Grudge gesehen hat, kennt bestimmt doch auch das tolle Geräusch, das die tote Frau von sich gibt, oder? Nicole kann das ziemlich realistisch nachmachen, was Ninas Verhängnis wurde. Sobald das Geräusch kam, schrie und schlug sie wieder. Egal wie oft es gemacht wurde jedes Mal wieder kam die selbe Reaktion. Das ist das Phänomen Nina.

Das Ende hat sie dann hinterm Kopfkissen gesehen bzw. nicht gesehen und nach einer Diskussion, ob das Auge im Extra-Menü sich bewegen würde (und einer weiteren Erschreckaktion), sah Nicole plötzlich meine Totenkopfmaske, die neben dem Fernseher an meiner Box hing (extra für Nicole mit i-.-). Also Licht ausgemacht, Nina sagte noch: "Haha, ihr wollt mich bestimmt wieder erschrecken." und dann kam Nicole mit Totenkopfmaske und diese Geräusche machend auf sie zu. Wer jetzt denkt, sie war darauf vorbereitet, liegt ziemlich falsch xD'

Dann ging es dann nach Hause. Bzw. ich fuhr mit runter zu Nicole, weil wir noch einen kurzen Abstecher bei Mäcces machen wollten. Nicole hatte natürlich die Maske wieder mitgenommen und wollte Nina, die uns zu Nicole fuhr, damit nochmal erschrecken. Gottseidank hat sie das nicht während der Fahrt gemacht, denn dann wären wir jetzt alle ziemlich tot. Jedenfalls standen wir dann im Auto vor Nicoles Haus, Nicole setzt sich die Maske auf, dreht sich zu Nina und macht "Buhhh!". Was macht Nina? Sie verpasst ihr um ein Haar die zweite Ohrfeige am Tag und schreit, als wenn wirklich ein böses Monster vor ihr stehen würde.

Dann wurde die Maske, für Nina sichtbar!, an mich weitergereicht und ich setzte die nochmal auf, komme langsam auf sie zu, mache Buh! und Nina schreckt wiedermal zurück.

Wir hätten echt nochmal Nachts bei ihr anrufen sollen...

Nach dem Abstecher bei Mäcces fuhren wir mal wieder für ein Pläuschchen zu einem Parkplatz. Auf dem Weg dorthin erschreckte ich mit meiner Maske den Autofahrer neben uns und danach musste ein kleiner Junge Bekanntschaft mit dem Nicolemonster machen. Wie er einfach nur nen Meter nach hinten gesprungen ist, als er uns gesehen hat XD.

Auch ein Fahrradfahrer musste später dran glauben, der konnte plötzlich schnell fahren, sag ich euch.

Das schreit eindeutig nach einer Wiederholung.

Und jetzt sollte ich mich mal meinen Biosachen widmen. Leider.

Aber, das hat ja noch Zeit - bis Montag in den ersten 4 Stunden....

lg

1 Kommentar 11.10.08 15:49, kommentieren

Suche Alltag, biete Nichts

Müde. Genervt. Gelangweilt. Und einfach nur fertig mit der Welt.

Ich brauche meinen Alltag zurück, ich komme hier ja zu Nichts. Ich versuche früh aufzustehen, wache auch früh auf, drehe mich dann einmal um und schwups, hat irgendeine böse Fee die Uhr auf 15 Uhr gestellt.

Ich muss noch Schnorchel und Co kaufen. Ich muss mir beim Arzt noch die Bescheinigung fürs Schnorcheln holen. Ich schreib Montag ne 4stündige Bioklausur. Ich sollte mal lernen.  

Großes, großes, großes FUCK. Will wer mal kurz mein Leben wieder richten? 

8.10.08 19:49, kommentieren

Gruseliges Mitternachts-Rendezvous

So trafen Nicole, Nina und Ich uns mal wieder nachts zu einem kleinen Plausch und konnten mal wieder herzhaft lachen.

Nina ist aber auch einfach nur ein Vorzeige-Angsthase.

Man kennt doch bestimmt den Horror-klassiker "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast". Und wer den gesehen hat, weiß auch, dass er stinklangweilig und einfach nur schlecht gemacht ist.

Letzte Woche lief dieser Streifen mal wieder im TV und da Nicole und Ich mal wieder richtig lachen wollten (Ja, wir lachen uns bei Horrorfilmen halb krank), beschlossen wir, uns den rein zu ziehen. Natürlich mit Nina, denn Nina hat vor allem Angst.

Nina schlägt auch um sich, wenn etwas Gruseliges passiert. Auch, wenn man sie, netterweise, schon Stunden vorher darauf hingewiesen hat, was passieren wird.

"Nina, guck mal. Ein ganzer Raum voller Eis in dem Schiff da. Und sie versteckt sich vor dem Mörder darin. Eigentlich wird da ja Fisch gelagert. Guck mal, da könnte gleich ne Leiche sein."

Dafür wurde ich ja schon von Nicole geschlagen, weil ich doch nicht alles Gruselige (für uns Witzige aufgrund von Ninas Reaktion) vorwegnehmen solle.

und trotz der netten Warnung meinerseits schreit und schlägt Nina.

Ein einmaliges Phänomen, würde ich mal sagen.

Sie weigert sich leider, morgen Nacht "Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast" zu gucken.

Nicht schon wieder so ein Film mit einer, ich zitiere: "schwarzen Bestie."

Definiere schwarze Bestie: Ein Mann im Regencape.

Was wird sie Freitag Abend wohl sagen, wenn wir sie mit The Grudge konfrontieren xDD?

Jedenfalls, nachdem Nina gejammert hat, sie sei müde, fuhr ich sie dann nach Hause. Nina wurde also abgesetzt, alles kein Problem, sie wurde auch nett von uns verabschiedet: "Nina, schnell! Hinter der Hecke ist die schwarze Bestie!"

Doch dann ging es zu Nicole, wo der erste Schreck auf uns wartete: "WUAHHH, da läuft wer!" Also wurde Nicole nicht raus gelassen und ich fuhr einmal um den Block.

Dann kamen wir also wieder dorthin, ich hielt an der Straßenecke, weil von rechts ein Auto kam (ja, ich halte mich an die Straßenverkehrsordnung).

Wieso fährt der WICHSER so LANGSAM?! Ich also gefahren, der komische Kerl hinter uns her, aber immer noch mit etwa 10 Km/h.

Gruselig, wir also wieder ein Stück weiter, in die Sackgasse rein, halb auf einen Parkplatz drauf und Licht aus. Mal gucken, wo der hin will.

Er bog dann Gottseidank ab (ohne zu blinken!) und ich konnte Nicole wohlbehalten bei sich zu Hause absetzen.

Glücklicherweise kam mir das Auto dann auch bei meiner Rückfahrt nicht wieder entgegen und es sprangen diese Nacht ausnahmsweise mal keine Häschen (hmm, lecker Kaninchenbraten) über die Straße.

Trotzdem war ich froh, als ich dann endlich die Haustür hinter mir abschließen konnte.

Was laufen und fahren auch Nachts so seltsame Gestalten hier herum? Wären die Nina über den Weg gelaufen, dann....

XD

8.10.08 01:42, kommentieren