Spielplatzdenken

Die Welt ist ein Spielplatz und ich sitze auf der Schaukel.

Verdammt, wo ist meine Schaukel?

Wieso ist das Wetter so doof, dass ich nicht auf meiner Schaukel sitzen kann?

Ich schwebe gerade auf einer Nostalgie-welle, aber irgendwie hindert mich das Wetter am surfen.

Das ist doch doof.

Ich geh jetzt und suche meine Schaukel.

Adios. 

7.10.08 14:14, kommentieren

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Ein Meer aus Staub und der Kampf mit der Grafikkarte

Es lebt, es lebt!!!

Mein Pc ist wieder unter den Lebenden

Dank mir.

Ein Genie bringt auch einen Toten zurück ins Leben.

Ich selber wäre zwar bei der Aktion fast im Staub ertrunken, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Fangen wir von vorne an. 

Die Ausgangssituation war wie folgt. Man startete den PC, er fing an zu piepen, aber auf dem Bildschirm war Nichts. 

Gut, alle Kabel waren am richtigen Ort, der Bildschirm war auch noch heile, konnte also nur am Rechner liegen. 

Der wurde dann auseinander genommen und vom Staub befreit. Wieder angeschlossen, ging es trotzdem noch nicht. Beim Starten machte es: Piep, piep, piep, piep, piep, piep, piep, piep ..................piiiiep, piep, piep.

 Zuerst kam der Verdacht auf, dass es an der Batterie des Motherboards liegen könnte, aber irgendwie waren das die falschen Symptome dafür,

Nach endloser Internetrecherche wurde man plötzlich auf verschiedene BIOS-Problem-Pieptöne aufmerksam.

Hmm, Moment. Machte der Rechner nicht solche tollen Geräusche?

Also wurde da nochmal nachgehorcht.

Piep, piep, piep, piep, piep, piep, piep, piep ... ... piiiiep, piep, piep

Dann mussten erstmal sämtliche Bedienungsanleitungen, die man finden konnte, untersucht. Was für ein BIOS-typ hat dieser scheiß Rechner bloß?? IBM, Mr.BIOS, Award oder wie sie alle heißen, sagten mir nichts. Angeblich soll dieser Rechner ja award sein.

Also prüfte man in der Tabelle nach, was denn sein könnte. 

Hmmm, könnte die Grafikkarte sein. 8mal piep deutet auf die Grafikkarte und auch der lange piep mit den beiden kurzen pieps deutet darauf hin.

Also nahm man die Grafikkarte raus. Und baute eine "Neue" ein. Das uralt-Ding aus dem uralt-PC, der irgendwo in der Ecke lag.

Und schwups, eingebaut, Klappe zu und der Affe lebte.

Kein komisches Piepen mehr, ein Bild wird wieder angezeigt nur die Grafik oder wie man es nennen will, lässt schwer zu wünschen übrig. Na ja, kauf ich diese Woche halt ne neue Grafikkarte, Hauptsache meine Daten haben überlebt. 

Ich kümmer mich jetzt erstmal um Sicherheitskopien meiner Daten.

LG

1 Kommentar 6.10.08 20:56, kommentieren

Pc zu Tode geprügelt

Gewalt ist keine Lösung, aber ein guter Weg dahin.

Gewalt ist keine Lösung, aber sie mildert die Wut auf das Problem.

Gewalt ist keine Lösung, wenn dein Gegenüber schon tot ist. 

Scheiße aber auch, mein Pc könnte gerade mal ein paar Schläge vertragen.

Nach unzähligen Vorkommnissen, die bereits Indikatoren für den baldigen Tod meines Pcs waren, hat dieser gestern Abend das Zeitliche gesegnet.

Kurz zuvor führte ich noch ein Gespräch mit meinen Eltern über den Tod. Denn, so hab ich erfahren, man kann sich so einen Wisch besorgen, auf dem steht, dass man, sollte man irgendwann mal tot umfallen, nicht wiederbelebt werden möchte, wenn man denn schon im Himmel angekommen ist.

Irgendwie verständlich, denn der Fall von dort oben könnte schmerzhaft enden.

Mein Pc allerdings hat so einen Wisch NICHT unterschrieben, also könnte mal eben ein Notarzt hier vorbei kommen und den wiederbeleben?

Ich fühle mich etwas im Stich gelassen von ihm, er kann doch nicht einfach so gehen, ohne sich verabschiedet zu haben. Das ist doch unverschämt.

Unerhört, die Jugend heutzutage. Und dann war er auch erst 4 Jahre alt, das geht doch nicht.

Er hätte mich ja mal vorwarnen können (ja, ich ignoriere die Tatsache, dass er zuvor schon unzählige Male abgestürzt ist).

Hätte der blöde Wichser nicht einfach mal so lange leben können, bis ich einen Erstaz gefunden hab und alle meine Daten gesichert hab?

Was ist, wenn plötzlich Alles weg ist? Fotos, Spiele, Dokumente, ICQgespräche, Programme, Musik?!?

Wie soll ich denn mit diesem Verlust weiterleben?

Kann mir das mal wer verraten?

Ich hänge ja immer noch an dem seidenen Faden namens Hoffnung, dass er nur vorübergehend tot ist und dann bald wieder zurück auf die Erde kommt - hier ist es ja viel schöner. Meine Daten kann er bitte gleich mitbringen.

Ich werde ihn auch nie wieder schlagen.

Aber bitte, leb doch endlich wieder! 

5.10.08 18:58, kommentieren

Lektion 1: Lege dich nicht mit Schnittlauch an

Es ist grün und trägt ein lustiges Hütchen.

Wie, Kräuter tragen keine Hüte? Wer spricht denn auch von Kräutern.

Ich mein die netten grünen Männchen in den witzigen Uniformen.

Nein, Aliens hab ich auch noch nie gesehen. Deshalb kann ich auch nicht sagen, ob sie witzige Uniformen tragen. Vielleicht sind die ja auch nicht grün, sondern lila. Einen lila Alien würde ich doch gerne als Haustier halten - zusammen mit einem Streifenhörnchen.

Aber darum geht es hier ja nicht.

Freitag Abend, halb 12.

Nach Nicoles penetranten Versuchen, mich mit zu irgendeiner Fastfoodkette zu zerren, habe ich schließlich nachgegeben: unter einer Bedingung: Mcdrive/Drive In. Wie man es nennen mag. Schließlich hab ich Ferien und heute war ein Gammeltag - dementsprechend sah ich auch aus. Also schnell das schöne Mützchen auf den Kopf, Jogginghose gegen Jeans getauscht, dann noch die Kontaktlinsen rein und dann nach unten geschlichen - die Eltern schliefen ja schon.

Da stand dann auch schon Nicole in ihrem kleinen türkisfarbenen Auto vor der Tür. Also keine Zeit zum Schuhe anziehen.

Ergo bin ich rein in die Ballerinas (die im Übrigen lila/braun kariert sind) und dann raus. Aber das auch erst, nachdem ich fast gegen die abgeschlossene Haustür gerannt bin.

Ergo war ich nicht nur ungestylt, sondern trug auch noch lila/braune Ballerinas zu braun/beige-gestreiften Socken. Super Outfit um das Haus zu verlassen - darüber war ich mir im Klaren.

Wir fuhren dann also los - aus den Boxen tönte "I kissed a girl" von Katy Perry - und bogen schon bald auf die B7 ein.

"Guck mal, da läuft was."

Plötzlich wurden wir von hinten geblendet - Fernlicht.

"BOAR, WAS EIN VERFICKTER WICHSER!!!" So oder so ähnlich muss es sich angehört haben.

Ein Blick in den Rückspiegel ließ uns dann verstummen.

Hui, nette Leuchtreklame da auf dem Dach, hat das grün-silberne Auto.

"STOP! POLIZEI!"

Vielleicht sahen wir auch eher so aus.

Wir also rechts ran gefahren: Am Berg.

("Scheiße, jetzt muss ich auch noch am Berg anfahren!"

Dann kamen auch schon die netten Herren (mit ihren dämlichen Taschenlampen).

"Ich hab sie ja zuerst gar nicht gesehen. he he..."

"Haben wir gemerkt."

*schluck*

Die Gedanken kreisten in dem Moment von: "Nicht lachen!" über "Wenn wir aussteigen müssen, sehen sie meine Socken in den Ballerinas" bis zu "Kommt jetzt: 'Einmal Blasen bitte'?" .

Danach wurden dann Führerschein und Papiere vorgezeigt und wir durften weiter.

Nur einige Minuten vorher:

"Wenn wir jetzt angehalten werden würden, würden die doch denken, wir wollen ne Bank ausrauben, so wie wir aussehen."

Ironie des Schicksals nennt man das wohl.

In Hemer ist einfach nichts los. Oder sollte man besser sagen, die Polizisten wissen nur einfach nicht, WO was los ist?

Da müssten sie nur mal uns fragen, wir könnten denen bestimmt ein paar nette Örtchen sagen, wo sich gerne Menschen rumtreiben
oder so. Die Welt ist halt klein und unser Dörfchen erst recht.

Kurze Zeit später, auf einem Parkplatz in der Nähe einer bekannten Fastfoodkette, tauchten dann zwei Autos auf, die, üüüüberhaaaaauuuuppt nicht auffällig, ganz hinten in der letzten Ecke des Parkplatzes verschwanden. Was DIE wohl gemacht haben?

Puppen gespielt oder so.

Vielleicht haben sie ja auch Schnittlauch geerntet.

 

4.10.08 01:27, kommentieren

Gründe für die differenzierte Wahrnehmung von Zeit

Zeit. Was ist eigentlich Zeit? Warum nehmen wir Zeit zu unterschiedlichen Zeitpunkten anders wahr? Liegt es wirklich einzig und allein nur daran, wie sehr man zu dem Zeitpunkt beschäftigt ist? Hat es etwas damit zu tun, wie sehr man seine derzeitige Tätigkeit mag? Vergisst man darüber hinaus die Zeit, die daraufhin schneller vorbei ist?

Wenn man in der Schule sitzt, kommt die Zeit einem immer ewig lange vor. Mist, jetzt hab ich ne Stunde Geschichte. 45 Minuten Geschichte können sich endlos in die Länge ziehen - so denkt man, so fühlt man. Doch 45 Minuten Geschichte sind genau so lang wie 45 Minuten Kunstunterricht oder 45 Minuten Prison Break gucken. Wenn man mit Spaß bei der Sache ist, wünscht man sich meist, dass die Zeit nie vergehen wird. Lieber 5 Stunden Kunstunterricht, als 5 Stunden Geschichte - ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass ich 5 Stunden Kunst 45 Minuten Geschichte vorziehen würde.

Man ist so vertieft in seine Tätigkeit - sei es schreiben, malen, lästern oder einfach nur Musik hören - sodass man alles um sich herum vergisst, auch die Zeit. Vor allem die Zeit.

Doch warum vergehen Ferien so schnell? Klar, wenn man Spaß hat, sich mit Freunden trifft und immer irgendwas unternimmt, dann vergeht die Zeit wie im Fluge. Doch man ist ja nicht immer auf Achse, es gibt ja auch immer wieder Phasen der Erholung. Minuten und Stunden, in denen man sich einfach zurück lehnt und nichts macht. Und es gibt Minuten, Sekunden und Stunden, in denen man einfach nichts zu tun hat und sich langweilt. In dem Moment scheint die Zeit dann plötzlich still zu stehen. Man weiß nichts mit sich anzufangen, die Freunde sind auch gerade nicht erreichbar und im Fernsehen läuft nur Schrott. Man wünscht sich, dass die Zeit schneller vergeht.

Doch plötzlich steht man da und wundert sich, wo die Zeit geblieben ist. Dann ist plötzlich schon die erste Woche der Ferien herum, obwohl man doch eigentlich fast Nichts getan hat. Man saß einfach nur da und machte nichts. In dem Moment dauert das noch unendlich lange und will einfach nicht aufhören, doch wenn es dann vergangen ist, dann vermisst man die Zeit. Warum ist das so?

Warum wollen wir zuerst, dass die Zeit schnell vergeht, ärgern uns aber kurz darauf wieder darüber, dass schon wieder so viel Zeit vergangen ist. Man hätte sie ja anders nutzen können.

Sind wir einfach nur im Nachhinein schlauer oder liegt es in der Natur des Menschen, zu nörgeln, wenn die Zeit ungenutzt verstreicht, aber trotzdem nicht dagegen zu handeln?

Wir meckern, doch wir tun nichts, um die Situation zu ändern. Wir hätten ja zu dem Zeitpunkt etwas Sinnvolles tun können. Aber wir haben es nicht getan. Ich hab es nicht getan. Und jetzt sitze ich hier und eine Woche ist fast verstrichen. Und ich ärgere mich, dass ich die Zeit nicht sorgfältig genutzt habe. Klar, das Wetter ist schlecht, hier gibt es nichts, was man machen könnte, aber trotzdem bin ich mit der Gesamtsituation unzufrieden - und ich bin auch noch selber dran Schuld. Das gefällt mir noch weniger. ich habe nie Schuld.

Außerdem kommt man, wenn man zu viel freie Zeit hat, auf doofe Gedanken und Ideen. Und dann merkt man mal wieder, dass das Leben viel zu kurz ist, um die Zeit einfach so verstreichen zu lassen. Aber ich bin viel zu träge und faul, um etwas an der Situation zu ändern. Warum die ganze Zeit nutzen und mich auspowern, wenn ich doch auch ganz ruhig und bequem der Zeit beim Verstreichen zuschauen kann. Ich folge dem Sekundenzeiger, dem Minutenzeiger und letztendlich auch dem Stundenzeiger - und irgendwann springt das Datum um. Dann ist nicht mehr Donnerstag, sondern Freitag. Und dann folgen Samstage, Sonntage, Montage, Dienstage und Mittwoch...e Ô.o? Und dann fängt wieder der Donnerstag an und die Zeit dreht sich weiter und weiter. Ein Kalenderblatt nach dem Nächsten fällt zu Boden.

Und auch, wenn du selbst nicht mehr der Zeit beim Verstreichen zuschauen kannst, so wird sie niemals stehen bleiben - auch du selbst änderst da nichts dran. Die Welt dreht sich auch ohne dich weiter. Einzelschicksale werden eiskalt ignoriert. Du allein kannst nichts in der Welt bewegen - vor allem keine Uhrzeiger. Du würdest sie gerne zurückdrehen - oder vielleicht vorspulen - vielleicht möchtest du auch einfach die Zeiger anhalten und ewig auf einem Fleck stehen bleiben. Doch die Welt muss sich drehen, um zu existieren. Wäre das Leben nicht fad, wenn es keine Entwicklung gäbe? Wenn du keine Möglichkeit hättest, dich zu erweitern und zu bilden? Du würdest niemals aus Fehlern lernen, denn du würdest sie machen, aber niemals die Erkenntnis bekommen, dass es Fehler waren. Du lernst erst im Nachhinein aus Aktionen und ohne Nachhinein gibt es keine Erkenntnis.

Wenn alles stehen bleiben würde, dann könntest du nichts mehr an deinem Leben ändern. Alles würde so sein, wie es ist. Du würdest Tag für Tag das selbe Leben leben, es würde nichts Neues geschehen, es wäre einseitig. Jeden Tag der gleiche Scheiß. Ich bin kein Alltagsmensch. Ich kann nicht jeden Tag leben wie den Tag zuvor. Ich möchte mich verbessern und weiterentwickeln. Ich möchte den Fehler von Heute im Morgen ausgleichen können. Ich möchte auch einfach mal aus dem Alltag ausbrechen und etwas völlig Verrücktes machen, allein, um diese Erfahrung einmal im Leben gemacht zu haben. Um zu erkennen, dass das etwas Einmaliges war. Um zu erkennen, dass diese Aktion unbedingt wiederholt werden muss. Ich will etwas riskieren, um mein Leben auszuschmücken.

Ich will nicht später sagen müssen, dass ich in meinem Leben etwas verpasst habe. Und dafür darf die Zeit nicht still stehen. Auch wenn ich dann manchmal da sitze und der verlorenen Zeit nachtrauer. Ich muss das akzeptieren, denn das gehört zum Leben dazu.

Im Allgemeinen ist es eh sinnlos, darüber nachzudenken, wie es wäre, wenn man die Zeit zurückdrehen, vorspulen oder anhalten könnte, denn das wird nie geschehen. Es gibt nirgendwo eine große Uhr, an der du drehen kannst, um etwas zu verändern.

Aber manchmal muss der Mensch sich einfach in der Welt des Konjunktives aufhalten. Vielleicht, um sich selbst zu zeigen, was man nicht haben kann. Vielleicht will der Mensch einfach nicht glücklich sein, sondern muss sich immer wieder zeigen, dass er nicht alles haben kann. Der Mensch ist ein komisches Wesen. Unverständlich und ein nie lösbares Rätsel. Vielleicht macht gerade das den Menschen zu etwas Besonderem.

1 Kommentar 2.10.08 20:13, kommentieren