"Ja, die Seefahrt, die ist lustig, ja, die Seefahrt, die ist schön."

Na ja, Ansichtssache. Eine sehr subjektive Ansichtssache. Eine Studienfahrt auf einem Schiff kann man gar nicht objektiv bewerten. Man kann sowas auch nicht bewerten, wenn man sowas noch nie gemacht hat. Dementsprechend sahen wir alle mit großer Erwartung der Studienfahrt, die aufs Ijsselmeer gehen sollte, entgegen.

Natürlich, jeder hatte so seine Vorstellungen von der perfekten Studienfahrt. Meine sah in etwa so aus:

In den Bus, der nach Südfrankreich fährt, steigen und im Mittelmeer rum plantschen, am Strand liegen und Sandburgen bauen.

Tjaaaa... die Leute, die nach Avignon gefahren sind, hatten genau dieses Programm. Okay, zwischendurch haben sie sich mal ein paar antike Bauten oder Ruinen angeguckt, aber hallo, ich spreche hier von Südfrankreich.

Da gucke ich mir doch lieber Ruinen an, als nach Polen oder Holland zu fahren. Meine Meinung wurde im Übrigen von Vielen geteilt und von denen, die meine Meinung nicht teilen, mag ich eigentlich eh fast niemanden, also ist deren Meinung so viel wert wie ein Lutscher, der nach Scheiße schmeckt (an dieser Stelle Danke an mein Bruderherzchen, von dem ich mir diesen Spruch geliehen hab).

Aber ich will ja bloß Nichts vorwegnehmen. Wenn ich jetzt schon im Nachhinein diese Fahrt bewerten würde, wäre es ja keine Überraschung mehr. Dann hätte ich vielleicht schon vorher eure eigene Meinung beeinflusst durch meine Wertung, das wollen wir doch nicht.

Wir schreiben heute den 31.08.08, Sonntag

Dann will ich euch doch zuerst einmal von unserer Abreise in Hemer erzählen.

Es war 15 Uhr, als wir am ZOB (Zentraler Omnibusbahnhof) eintrafen. Klein Jana (das bin ich) bepackt mit ihren 1000 Sachen: Rucksack, Jacke, Schlafsack, Koffer. Nebenbei noch Sonnenbrille auf der Nase, ausnahmsweise einmal perfekt lackierte rote Nägel mit weißen Spitzen, ein Tanktop mit der Aufschrift: "Nobody is perfect, but me" tragend verfrachte ich also, bzw. versuchte ich also mein Gepäck im Bus zu verfrachten. Auf dem Weg zum Bus fiel zuerst der Schlafsack runter, beim Aufheben dessen dann die tolle "Puck die Stubenfliege"-Sonnebrille. Der Tag fing ja schon Scheiße an und der Aufschrift machte ich bis dahin nicht gerade alle Ehre. Mal davon abgesehen, dass es eh ironisch gemeint war und ich mich sicherlich nicht als perfektes kleines Prinzesschen ansehe... Dann standen wir also vor dem Bus (in dem Tropenklima angesagt war) in der Sonne und warteten auf die Trödler. Normalerweise sag ich ja nichts gegen Menschen, die zu spät kommen (ich bin schließlich nicht gerade die Pünktlichkeit in Person *hust*) aber wegen dieser Leute hab ich mir erstmal einen Sonnenbrand auf den Schultern geholt *hrmpf*. Wie gesagt, der Tag fing ja schon gut an. Und es gab auch keine Aussicht auf Besserung innerhalb der nächsten Woche, denn die beiden Begleitlehrer, nennen wir sie einfachheitshalber Frau Schuld und Herr Horror, waren jetzt nicht gerade zwei junge attraktive (männliche) Referendare, mit denen eine Studienfahrt doch recht angenehm werden könnte. Das angenehm war nicht auf das attraktiv bezogen (Was ihr wieder denkt, tse tse...), sondern eher auf die Tatsache, dass junge Lehrer wohl lockerer sind und man bei denen wohl mehr selber entscheiden hätte dürfen. Na ja, und sie wären eine schöne Raumdeko gewesen *mit Schultern zuck*...

Während der Busfahrt dann versuchte man zu lesen (die Betonung liegt auf versuchte), aber irgendwer meinte, er müsse Boxen anmachen und laut mitgröhlen. Nach 10 Seiten hab ich dann aufgegeben (wie ich später bemerkte, war die Textpassage, die in der Klausur dran kam, genau in diesen 10 Seiten gewesen. Dementsprechend klar war mir der Inhalt...man erkennt die Ironie in dem Satz, oder? Gut.).

Irgendwann kam Frau Schuld dann auf die absolut grandiose und hundert pro Nobelpreis-reife Idee, wir sollten Knoten lernen. Wie schön und vor allem schade, dass es in dem ganzen Bus nur ein einziges Knotenbuch gab. Ich, ganz Gentle Frau like, hab natürlich anderen die Möglichkeit gegeben, ihre Fähigkeiten zu verbessern. Mein Strick endete hinterher als Schleife am Haltegriff. Ich fand die sehr ästhetisch. Mal eine kleine Anekdote am Rande, wo wir doch gerade bei Ästhetik sind: Letztens erst stellte ich fest, dass Menschen Dinge unterschiedlich wahrnehmen. So sagte ich beim Kochen: "Ne, die andere Bratpfanne, die da ist hässlich. Die andere ist viel schöner!" während mein Bruder mir am liebsten die (hässliche) Bratpfanne um die Ohren hätte knallen wollen, weil eine Bratpfanne ja wohl nicht schön, sondern pragmatisch sein solle. Er ist eindeutig der Lehrer aus unserer Familie...

Aber wir waren ja gerade auf der Busfahrt. Und nach 4 1/2 Stunden kamen wir dann auch endlich mal in Harlingen an. Ein Weltwunder.

Das Wetter schwül, der Himmel verfärbte sich gerade über dem Meer pink, da die Sonne gerade unterging. Ein schönes klischeehaft kitschiges Motiv für ein Foto... aber wir mussten ja die Koffer ausräumen.

So, da stehen jetzt also 23 Schüler und Schülerinnen mit 2 Lehrern am Hafen, vollgepackt mit tollen Sachen, die das Leben schöner machen (Essen. Essen. Essen. Handy. Essen. Ablenkungsmittel). Nur WO war das Schiff? Wo war die Fortuna?

Mal eben ein kleiner Exkurs zu dem tollen Namen, der schon eine Vorausdeutung auf alles Kommende ist:

Fortuna wird im Allgemeinen als eine wankelmütige, vielschichtige Göttin charakterisiert, die die Gaben ihres Füllhorns, gutes wie schlechtes Schicksal, Glück und Unglück, ohne Ansehen der Person verteilt.

Uns mochte die nette Fortuna wohl nicht so...

Denn sie stand in 3ter Reihe. Ihr versteht, was das bedeutet? Nein? Ich erkläre es euch gerne. Es bedeutet, dass 25 Personen, vollgepackt mit tollen Sachen, die das Leben schöner machen, erst über 2 andere Schiffe klettern müssen, um auf ihr Schiff zu kommen. Zudem kam noch, dass Tiefwasser war. Das Schiff lag also tiefer als der Hafen, was bedeutete, dass der etwa 40-50cm breite Metallsteg (ohne Geländer) vom Hafen aus erstmal schräg 3 m nach unten ging, um aufs Schiff zu kommen. Stellt euch also vor ihr steht da mit Rucksack, Jacke, Schlafsack und Koffer und müsst darüber. Wackelpudding in den Beinen, Angstschweiß auf der Stirn, schlotternde Knie, Unmutsbekundungen...wir hatten alles.

Nachdem diese erste Überlebensprüfung dann irgendwie gemeistert wurde (man fragte sich später, wie ), erkundeten wir das Schiff - welches eindeutig keine AIDA war. Klein, nass, rutschig, unbequem und auf den ersten Blick irgendwie beängstigend, eine Woche lang mit 26 anderen Personen auf diesem Schiff zu verkehren. Nicht nur auf den ersten Blick...

Ich belegte ein Zimmer mit Kim und Nina - glücklicherweise ein 4erzimmer, sodass wir uns ein bisschen ausbreiten konnten - stickig war es da trotzdem und auf Grund des schwülen Wetters war auch der Aufenthaltsraum vom Klima her nicht gerade erholsam... Das Zimmer (wenn man es denn so nennen durfte) besaß ein "Fenster". Ein Prisma an der Decke. Zwischenzeitlich kam dadurch aber kein Licht, je nachdem, ob nicht gerade einer auf deinem "Fenster" draufstand.

Das Hochbett, in dem ich schlief, war keine 60cm breit und eine Begrenzung, die dich vor einem eventuellen Herausfallen gehindert hätte, suchte man auch vergebens. Abends ging es dann in die Stadt, um etwas zu essen zu suchen. Der Döner war interessanterweise eher ein Wrap mit Dönerfleisch und einer Tsatsiki-ähnlichen Sauce, deren Konsistenz aber nicht ganz so fest war. Dementsprechend sah ich nach dem Essen aus, als hätte wer auf mir...äh...Flecken hinterlassen *hust*.

Die Nacht war... ungewöhnlich. Ein Schiff im Hafen, bei Sturm und Gewitter und da soll wer schlafen können. Okay, meine beiden Zimmermitbewohner konnten schlafen, ich hab gerade mal von 2 bis 5 Uhr geschlafen und danach 2 Stunden wach im Bett gelegen, um dann total froh mit dem Weckerklingeln aufzuspringen. Ich hing im Übrigen zwischendurch mit der Hälfte meines Körpers aus dem Bett raus, aber gefallen bin ich nicht.

 

So schrieben wir dann also den 1.09.08, Montag

Kann man sich vielleicht vorstellen was für gute Laune man hat, wenn einem morgens früh schon Lehrer und ungeliebte Schüler entgegen gucken? Schreckliche, ganz schreckliche.

Wir fuhren zuerst mit Motor los, da es für das Segel zu windig und dementsprechend zu gefährlich gewesen wäre. Man will uns ja nicht umbringen - nur halb. Zu dem Zeitpunkt hatte ich mich ins Zimmer verzogen und wollte versuchen, etwas Schlaf nachzuholen. Brachte nicht viel, denn irgendwann wurde das Segel gesetzt (wovor ich mich grandios drückte). Und mit dem Segel kam die Unruhe - und die Übelkeit. Das Schiff stand irgendwann so schief, dass man beim Laufen durch den Gang immer gegen die Wand knallte und alles von den Betten/bzw aus den Schränken fiel. Danach hab ich glaub ich so an die 4 Stunden in der Kälte auf dem Deck gelegen und geschlafen. Unter Deck gings gar nicht, die Reisetablette wollte auch nicht so wirken, aber wir lagen dann zu mehreren auf dem Deck rum und wären fast vom Schiff gepurzelt. Was muss sich das Segel, und damit das ganze Schiff, auch immer drehen und dann zur anderen Seite runterstehen... Aber hey, es war zwar kalt und unbequem, aber da oben wurde einem nicht so schlecht und geschlafen hab ich ja letztendlich auch. Wir waren übrigens auf dem Weg nach Texel, einer kleinen Insel, die, da spreche ich aus Erfahrung, doch nicht so klein ist, wie sie scheint.

Das Essen, bestehend aus Gulasch und Nudeln war nicht so ganz nach meinem Geschmack. Nichts gegen die Nudeln, aber wie schafft man es, fertiges Gulasch anbrennen und zerkochen zu lassen? Das ist mir ein Rätsel... Es blieb jedenfalls noch einiges davon übrig, weshalb Frau Schuld bestimmte, dass man das Gulasch ja an einem anderen Tag nochmal warm machen könne.... OHNE MICH.

Der Montag kam und ging...

Dienstag, 2.09.08

Der Tag des Grauens, des Schreckens, des Todes, der verfluchte Tag, der Scheißtag. Wie man es auch nennen mag, positiv wird nichts davon sein.

Ich hatte schon früh morgens die Vorahnung, das mir der Tag nicht gefallen würde, sodass ich jeden Weckversuch mit einem Fauchen oder Grummeln oder Fluchen gekontert habe - hey, zu dem Zeitpunkt hab ich wenigstens noch nicht mit Schullektüren geworfen.

Als ich dann doch aufstand und frühstückte ging es danach in die Stadt, um den dortigen Spar-markt zu suchen. Jaaaa....wir standen davor...*hust* und er war 3 Wochen zuvor abgebrannt. Also kein Supermarkt weit und breit. Wir also zurück zum Schiff, kommen da an, alles leer. Keine Lehrer, keine Skipper, keine Schüler. Da standen wir zu Viert dort und wussten nicht wohin. Also rumtelefoniert: Die Erste nicht erreichbar, der Zweite motzte, dass er jetzt auch dafür bezahlen müsse. Irgendwann erfuhren wir dann aber doch, dass wir zum Fahrradverleih mussten. Da kamen Fragen auf: "WIESO leihen wir Fährräder aus? Wohin wollen wir damit? Wer fährt bei Regen und Windstärke 8 Fahrrad?"

Tja, Frau Schuld und Herr Horror hatten dies beschlossen. Diese beiden sind Schuld an dem Horror (woher sie bloß ihre Namen bekommen haben?). Und so fuhren wir dann mit den tollen Hollandrädern los. Manche hatten eine Karte - schon mal vorweg gesagt, Kim und ich hatten KEINE Karte. Zuerst ging es für uns den Lehrern hinterher nach Den Burgh, wo wir eine Stunde Zeit hatten, um ein bisschen zu shoppen. Das taten wir dann auch. Und 5 Minuten nach der vereinbarten Zeit kamen Kim und ich dann zu unserem Treffpunkt...

...

Kennt ihr die Art und Weise, wie in Filmen immer gähnende Leere dargestellt wird? Staubballen, die vorbeiwehen, man hört nichts als den Wind... ja, so kam es mir vor. In dem Moment der Erkenntnis, dass nur noch unsere Fahrräder dort stehen, sah ich die Staubballen vorbeiwehen und hörte nichts als den Wind.

Tjaa... wie kommen zwei Mädels jetzt zu dem eigentlichen vereinbarten Treffpunkt, den sie nicht kennen, da sie während der Besprechung auf der Suche nach einem Sparmarkt waren? Und vor allem ohne Karte? Tjaa....DAS haben wir uns auch gefragt. Wir kannten weder den Weg zurück zum Hafen (noch den Namen des Hafengebietes, in dem wir lagen), noch den Weg zu dem Treffpunkt. Wir hatten ein einziges Stichwort: ECOMARE.

Strike, dachten wir uns, wir kommen doch noch pünktlich dahin. Es war zu diesem Zeitpunkt gerade Halb 1, um Halb 2 sollte unsere Führung losgehen. Da fragten wir also in Den Burgh nach dem Weg zum EcoMare. Unsere Holländisch-Kenntnisse waren auch nicht so die Besten, muss man dann mal sagen. Das Grobe versteht man so noch, aber wenns ins Detail geht *hust* Nun ja. War es jetzt die erste Kreuzung links oder doch die zweite rechts oder die erste rechts und die zweite links? Iiiiirgendwann kamen wir dann aber an dem "De Koog"-Schild an, dem wir folgen sollten. Dann kamen wir doch irgendwann, ziemlich durchnässt und erschöpft, am EcoMare an...

Aber keins der Leihfahrräder war da zu finden. Aber wir waren ja auch viiiel zu früh, es war ja auch erst kurz nach 1. Dann haben wir uns erkundigt da an der Rezeption...und erfuhren, dass wir einen Termin in den Salzwiesen bei De Slufter hatten. Die wiederum in der genau entgegen gesetzten Richtung waren. Die Frau an der Rezeption war aber so nett uns eine Karte zu geben und uns den Weg einzuzeichnen. Man muss auch wirklich blond sein, um sich da noch zu verfahren. Nun gut, wir waren nur zu 50% blond, weshalb wir auch nur die 3/4Stunde zu spät kamen, weil wir anstatt bis zum 4ten Aufgang, der über die Dünen geht, zu fahren, 5mal zwischen den ersten Dreien hin- und hergependelt sind.

Und was erwartet uns, als wir ankommen? Eine Predigt von Frau Schuld, die Schuld daran ist, dass wir überhaupt vergessen wurden. Aber wir können doch nicht einfach alleine da rumfahren, solche Alleingänge will sie bloß nicht wieder von uns sehen. Sooo geht das aber nicht! Bla bla bla... Wir waren durchgefroren, total mit den Kräften am Ende und von Kopf bis Fuß nass. Sowas wie Mitleid kennt Frau Schuld nicht. Und einsehen, dass sie daran Schuld ist, würde sie auch niemals. Doofe Pute.

Wir wurden dann vor die Wahl gestellt: bei dem Wetter dableiben und noch Fische keschern oder jetzt schon zurückfahren und einkaufen. Kim, Nina und Ich sind also mit der Einkaufsgruppe (ja, es war kein Urlaub, man hatte jeden Tag eine Aufgabe zu erfüllen) mitgefahren. Der Plan war, nach Den Burgh zu fahren und dort einzukaufen und mit den Einkäufen zurück zum Schiff.

So weit, so gut. Dank unserer Extrarunde waren Kim und ich schon ein bisschen kraftloser als der Rest und so fuhren wir zu 10t los. Man bedenke, nur 2 kannten den Weg. So fuhren und fuhren wir (ein Schild sagte ganz nett Den Burgh: 15km) und irgendwann... waren wir nur noch zu 6t. 6 Weiber allein auf einer Insel. Planlos und Orientierungslos. Bzw., wir hatten eine Inselkarte, aber auf der waren nur wenige Straßen eingezeichnet und bei den Wetterverhältnissen war die Lebensdauer von Papier nicht soooo hoch. Ich glaub wir sind letztendlich (ohne Einkaufen gewesen zu sein) 2 1/2 Stunden auf dieser Insel herumgeirrt, bei Hagel, Sturm, Regen und vor allem Gegenwind bei Windstärke 8. In meinen Chucks stand das Wasser (beim Trampeln machte es immer so tolle Geräusche), sobald man strampelte triefte das Wasser oben an der Hose heraus (also so wegen Muskelkontraktion der Oberschenkel, wird ja alles dicker beim Anspannen und das presste dann das Wasser wieder heraus. Was nicht viel brachte, da von oben immer wieder Neues kam, aber wayne..). Und warum das alles? Weil die Lehrer nicht Bus fahren wollten. Sie sind Schuld an dem Horror.

Ein Wunder war es überhaupt, dass wir noch bis zum Schiff gekommen sind. Es gab Momente, da wollte man sich einfach nörgelnd an den Straßenrand setzen und auf den Tod warten. Die Beine total überansprucht, nass, kalt, eklig. Und dazu noch hungrig. Laufen war danach erstmal nicht drin. Am Schiff angekommen, wurden die ganzen Sachen erstmal ausgezogen und im Aufenthaltsraum verteilt, denn in den kleinen Zimmern hätte es bestimmt schön gerochen. Danach ging es dann erstmal heiß duschen. War richtig angenehm, zu dem Zeitpunkt war es mir auch scheißegal, dass man durch die kleinen Fenster von draußen in die Duschen (und in die Toiletten) reingucken kann. Einfach nur wieder auftauen und die blaue Farbe von der Jeans, die schön abgefärbt hat, vom Körper bekommen. Kurz darauf traten dann auch die ersten Krankheitssymptome auf: Schnupfen, Husten, Fieber, Halsschmerzen. Aspirin hilft - wirklich. Nur die, sagen wir, äußerlichen Schmerzen, die das Fahrradfahren hinterlassen hat, gingen davon nicht weg (kaputte Schienbeine, weil man beim Schieben gegen die Pedale getreten ist etc. pp. [muss ja nicht weiter ausgeführt werden]).

Danach musste unsere Gruppe kochen. Es gab Hähnchengeschnetzeltes in fruchtiger Currysauce mit Reis. Bis auf die Tatsache, das es viiiel zu scharf war, fand ich es lecker - auf jeden Fall besser als das *hust* leckere aufgewärmte Gulasch.

Die ganze Woche übrigens mussten wir uns mit einem schwarzen Schaf in unserer Gruppe rumquälen. Also, normalerweise bin ICH ja gerne das schwarze Schaf, aber dieser $%&()§ *PIIEEEEP*.... na ja, er war sehr anstrengend. Mehr als sehr anstrengend. Bis zum Donnerstag hat man das akzeptiert, aber dann *mwuahha* später dazu :D

Nun nochmal dazu, dass wir ja nicht einkaufen waren. Wir bösen, bösen, ungezogenen Kinder. Wie gemein und egoistisch wir doch sind. So geht das aber nicht.

Da haben Herr Horror und Frau Schuld doch ernsthaft im Gang darüber gelästert, wie egoistisch wir doch seien, weil wir nicht einkaufen waren. Hallo, es wär nur ein Umweg von so etwa 10-15 km gewesen, das hätte man doch mal machen können. Also wenn WIR gerne Milch zum Frühstück gehabt hätten, hätten wir die ja geholt. WIR wollen ja keine Milch haben, deswegen haben wir die nicht geholt. So egoistisch, wir denken nicht an Andere. Interessant, dass sich alle Schüler darauf geeinigt haben, dass wir mal ein Frühstück ohne Milch überleben werden, weil es einfach physisch für uns unmöglich war, nochmal einkaufen zu fahren. Aber die Lehrer, die hätten das ja für uns Schüler gemacht. Die haben die ganze Woche zwar keinen Finger für uns krumm gemacht, aber sie hätten das ja gemacht, wenn es ihre Aufgabe gewesen wäre. So schlimm sei das Wetter ja auch nicht gewesen.

Im meinem Rucksack stand zwar nur das Wasser....

Mittwoch, 3.9.08

Oder auch der Tag, an dem die Fäkalien wieder hoch kamen - und wir Putzdienst hatten.

Wir segelten also mal wieder durch die Gegend. Zuerst hieß es, wir seien auf dem Weg nach Terschelling (oder so...), angekommen sind wir dann in Enkhuizen. Aufgrund des schlechten Wetter sei es nicht möglich gewesen, nach Terschelling zu fahren...

Ich hatte direkt nach dem Frühstück meine Reisetablette eingeworfen und hoffte, dass sie diesmal wirken würde (Montag war ja fürn Arsch). Und sie tat es auch. So konnte ich ganz gechillt mein Bioreferat absaufen lassen - also eigentlich ist das ja schon bei der Fahrradtour abgesoffen, ne? Nur so fürs Protokoll. So hielt ich das also unter den Wasserhahn - föhnte es - machte es wieder nass - föhnte es. Aber es wollte einfach nicht kaputt gehen. Die Qualität des Blattes hatte ganz schön gelitten, aber unser blöder Drucker benutzt wasserfeste Tinte. Also hab ich das ganze Referat noch mal mit Fineliner abgeschrieben und - siehe da - die Tinte lief ganz von alleine vom Papier. Das war jetzt aber auch schade. Mein armes Referat vollkommen zerstört, so konnte es doch nicht mehr gehalten werden...Eine Gedenkminute bitte, ja?

Gut, nun zu den Fäkalien. Während ich mit der Vernichtung meines Referats zugange war und mir nebenbei noch eine Heiße Tasse gemacht hatte (das Wasser aus dem Wasserhahn war so kochend heiß, da brauchte man nicht erst in die Küche gehen xD), ging auf der anderen Seite des Schiffes die Welt unter - in der Brühe xD. Wie gut, dass unser Zimmer rechts gelegen war. Denn links kamen sowohl aus Klos und Waschbecken wieder die Sachen hoch. Sah sehr lecker aus, muss ich sagen. Das Fleisch für den Pfundstopf lag zu dem Zeitpunkt übrigens angeblich auch in dem Waschbecken, nette Info, oder? Wie gut, dass ich das eh nicht mochte xD'

Der Skipper meinte dann aber, dass er bei der Reparatur auch die Grobreinigung übernehmen würde und wir dann nur noch mal kurz dadurch wischen müssten und so – ein Glück.

Die Reisetabletten haben übrigens den netten Nebeneffekt, dass man davon müde wird. Deshalb konnte ich dann schön nachmittags schlafen. Nachts kam man ja irgendwie nie richtig zum Schlafen, da entweder die Luft beschissen war, der Luftzirkulator im Zimmer so laut war, die Betten zu unbequem waren oder weil man spät ins Bett ging und früh wieder raus gescheucht wurde.

Abends gab es dann aufgewärmtes Essen von Montag und Dienstag. Ich konnte gottseidank noch den letzten Rest unseres Curryhühnchens ergattern und musste deshalb nicht ekliges Gulasch essen, das Wochen zuvor gekocht, dann eingefroren, bis dahin transportiert, aufgewärmt, angebrannt, wieder in den Kühlschrank gestellt wurde. Aber man kann soviel Essen ja nicht wegschmeißen, da verzichtet man lieber auf die Hamburger (auf die ich mich die ganze Woche gefreut hatte). Kein Wunder, dass von dem ekligen Gulasch so viel übrig geblieben ist-.-

Nach dem Essen gab es dann wieder eine tolle Ansprache von Frau Schuld. Mein grandioser Auftritt rückte also immer näher *mwuaha*

Frau Schuld: Jaa, wir hören uns dann heute Abend wieder Referate an. Anfangen wollte ich mit deinem Jana. (<~ das bin ich )

Jana: Ja, tut mir sehr Leid, aber das ist leider abgesoffen. *smile*

Schuld: Wie, abgesoffen?!

Jana: Ja, das Referat war in meinem Block, der in meinem Rucksack und DER war bei der Fahrradtour dabei und danach STAND das Wasser darin. Das kann man alles leider nicht mehr lesen. *smile*

Schuld: Ja wie?! Das müsste ja auch im Kopf sein und nicht nur auf dem Blatt Papier.

Jana: Ist es natürlich auch, aber dann kann ich das ja gar nicht so frei vortragen, wenn mir meine Notizen fehlen. *versucht, sich das Grinsen zu verkneifen und immer noch debil durch die Gegend lächelt*

Schuld: Ja, dann kriegst du noch 15 Minuten um das neu zu machen! Jonas, was ist mit eurem Referat?!?

Jonas: Abgesoffen!

Ja ja, so ist das Leben. Nennt mich zickig, aber mich hat die Aktion seelisch befriedigt. Immerhin sind sie Schuld an dem Horror, da sie mit dem Fahrrad anstatt mit dem Bus fahren wollten. Obwohl man GESEHEN hat, dass schlechtes Wetter ist. Es hat ja schon bei der Abfahrt geregnet.

An dem Abend musste ich auf jeden Fall kein Referat halten (aber am nächsten-.-).

Danach ging es mit Kim und Marcel in die Stadt, auf der Suche nach einer Bar, in der man gegen die Regeln verstoßen könnte. Es hieß ja, kein Alkohol. Boar, was sind wir Rebellen.

Wir haben dann auch etwas Schönes gefunden, die Atmosphäre in der Bar war einfach genial. Das war so eine richtige Szenebar mit Vogue-Fotos an den Wänden und die Bar war in absinthfarbenes Licht getaucht xD. Wir bestellten uns also unsere Getränke, scherzten dabei rum: „Wetten, Schuld und Horror kommen hier rein und wollen was trinken?“ Da hatten wir dann gerade unsere 2 Runde fertig, WER betrat die Bar?! Okay, wir saßen direkt am Eingang, uns hätte man nicht übersehen können. Wir haben dennoch versucht, uns so klein und unauffällig zu machen, wie es ging. Nach nem Jacky und nem Malibu leichter gesagt als getan, wir waren wirklich gut drauf. Die Holländer verkaufen sowas ja auch nicht im Pinnchen, sondern füllen dir ein ganzes Longdrinkglas pur mit dem Zeug auf. Okay, wir bestellten uns also unsere dritte Runde: Und was nehm ich? Einen Apfelkorn. Allerdings stellte ich mal wieder meine Sprachunkenntnis unter Beweis und war so blöd, den Apfelkorn ohne Eiswürfel zu bestellen. „Wetten, du kriegst jetzt ein Pinnchen und das sehen dann Schuld und Horror?“ Ähm, wär doof. Das wär ganz doof. Schuld mag mich ja eh so besonders, nach der Referatsache erst recht und dann erwischt sie mich mit Alkohol. Obwohl ich ja sagen muss, dass ich überhaupt nichts dagegen gehabt hätte, wenn ich nach Hause geschickt worden wäre. Ich hätte mich sogar gefreut, endlich da weg zu kommen.

Letztendlich sah mein Apfelkorn eher aus wie Apfelsaft, da das große Glas bis oben hin voll war. Man roch es zwar (und man merkte es an mir xD), aber aus Entfernung hätte man nicht sagen können, was ich da trinke. Die Lehrer hatten uns zu dem Zeitpunkt natürlich schon entdeckt und guckten auch immer mal wieder zu uns rüber. Irgendwann kam dann der Moment, an dem wir sagten, wir sollten besser gehen („Hui, mir ist aber warm.“ „Ich glaub, ich kann nicht mehr gerade laufen.“ )

Wir riefen also den Kellner, der aber nicht an unserem Tisch abrechnen wollte, sondern an der Bar – direkt neben dem Lehrertisch – was wir erstmal total vergessen hatten (Alkohol, du böser Geist). „Ja, Jack Daniels, Malibu, Apfelkorn hatte ich.“ Man dreht sich um zum Gehen: OMG WTF! Da sitzen die Lehrer und gucken uns ganz interessiert zu. So schnell konnte der Kellner gar nicht gucken, wie wir weg waren xD. Aber wir kamen sogar noch relativ nicht-schwankend aus der Bar heraus und konnten uns dann auf den Weg zurück zum Schiff machen.

Doch da erwartete uns eine böse Überraschung. Eine Überraschung, die gezeigt hat, dass unser Kurs doch so etwas wie Zusammenhalt kennt. Eine Überraschung, die dazu führte, dass ich mal keine große Klappe gegenüber Frau Schuld hatte. Die ganze Gruppe (also jedenfalls der Teil, der um die Uhrzeit noch wach war), hielt sich dann ziemlich lange oben im Aufenthaltsraum auf, um die Lehrer bloß dort oben zu halten, sodass sie unser Hollandopfer nicht zu Gesicht bekommen. Was ansonsten ziemlich unangenehm hätte enden können. Man unterhielt sich also nett mit Frau Schuld und Herrn Horror, einigte sich darauf, am folgenden Tag das Referat zu halten („FUCK!“ ) und ließ sich auf ein Gespräch über Shakespeare und Seekarten ein. Dabei versucht man natürlich seine Alkoholfahne zu verbergen („Tee, ich brauche diesen Tee, der so unglaublich stinkt“ – „Der schmeckt aber scheiße.“ – „Ja schon, aber er überdeckt den anderen Geruch.“ ) und auch sonst verhielt man sich stocknüchtern (dass das daneben ging, muss ich ja eigentlich nichts extra erwähnen… ).

Der kleine Scherz seitens Herrn Horror wäre fast unser Verhängnis geworden. „Ja, man leuchtet da ja immer mit ner Taschenlampe in die Augen.“ Weitere Erläuterungen sinnlos, oder?

Und dann kam dieser Jemand mit dem Tshirt: Doggy Style. Und wir lagen vor lachen am Boden. „Huuuu haaaaa, duuu, daaaa!!! Tshirt!! Doggy Style! Huuu haaa hiihii!!“ Frau Schuld hatte keinen Plan von Nichts und wir sind fast gestorben. Das war’s dann wohl mit „Wir tun so, als wären wir nüchtern“.

Bilanz des Abends: Das Problem wurde erfolgreich versteckt, meine Absaufaktion war total überflüssig, Shakespeare ist doof, Seekarten sind nichts für mich orientierungsloses Huhn, Holländisch ist auch doof und Saufen in der Kneipe, in der die Lehrer sitzen, ist auch nicht das Wahre.

Der Donnerstag kam. 4.9.08

Und wir hatten Frühstücksdienst. Da hatten wir uns abends schon das Geld für die Brötchen gesichert und sollten um 7.45 Uhr die Brötchen holen. Also Kim und ich. Um 7.10 Uhr stürmte der Erste herein und forderte uns auf, endlich aufzustehen. Das wurde erstmal ignoriert. Im 5-Minutentakt kam dann immer mal wieder wer, um uns zu scheuchen. Schließlich, um 7.44 Uhr waren wir fertig, da stürmte der Nächste herein, nahm das Geld und war weg. „Tja“, dachten wir uns, „wer nicht warten kann, ist selber Schuld.“ Also haben wir uns erstmal noch richtig fertig gemacht. Also mit Schminken und so ein Zeugs. Selber Schuld also, dass sie es alleine machen müssen. Als wir hoch kamen, waren die Tische schon gedeckt, die Brötchen aber immer noch nicht in Sicht. Sie wussten nämlich nicht, wo der Bäcker war, bei dem wir die Brötchen bestellt hatten. ÄÄÄÄTSCH!

Frühstück verlief dann wie immer: Man quälte sich, wenigstens ein bisschen Müsli mit Vla runter zu bekommen (eklige Mischung, sag ich euch) und dann wurde abgeräumt. Also, wir mussten abräumen. Man brachte also die Teller und Gläser und das Besteck und alle anderen Sachen wieder in die Küche und musste dann dort aufräumen. Da ging es schon los mit dem blöden „schwarzen Schaf“, das ich glaube ich schon vorher einmal erwähnt hab. Halt der Kerl aus unserer Arbeitsgruppe, der nichts gemacht hat, außer Meckern.

Wir mussten also Spülen und in der Spülmaschine ganz unten lag wohl noch Besteck. Da fing er an: „BOAR! Wer war denn das?! Haben die nicht aufgepasst?!?!“ Alle Anderen rollten die Augen, taten das mit einem „Ist doch nicht schlimm“ ab und arbeiteten weiter. Was macht er? Ich nenne ihn jetzt mal …Idiot. Also, der Idiot sucht also die vorherige Waschgruppe auf und kackt die zusammen, was sie denn nicht aufpassen würden. Die entschuldigten sich sogar, dass sie es übersehen haben, aber damit war ja nicht genug: „He, jetzt haben die sich echt darüber aufgeregt und meckern wieder. Die ganze Zeit meckern sie! Nur weil ich was gesagt hab!“ Da ging es irgendwie nicht mehr ganz so: „Du bist der Einzige, der hier meckert. Und jetzt halt einfach die Klappe und räum das weiter ein oder lass uns das machen, wenn hier alles Scheiße ist.“ „Nee, ich mach das schon. Was fängst du jetzt auch schon an, hä?!“ Danach hab ich mich dann in den Aufenthaltsraum verzogen und beim Einräumen geholfen. Bloß weg von dem. Kurz darauf ertönte der nächste Schrei aus der Küche und die Nächste kam mit einem „Boar, soll er doch verrecken!“ nach oben. Man hörte nur aus den Ecken: „Idiot? Boar, der regt mich auch auf! Scheißt den mal weiter an!“ Hihi. Am Ende der Fahrt hatte er irgendwie Niemanden mehr, den er nerven konnte.

Ich erinnere mich noch daran, dass er Mittwoch Abends bei uns in der Zimmertür stand und zehntausend Mal Gute Nacht gesagt hat, dabei noch über den Verlust seines Handys geklagt hat und einfach nicht gegangen ist. Also ein Problem beseitigt.

Nun denn, der Donnerstag fing also schon ziemlich bescheiden an. Wir fuhren dann weiter nach Maccum, ich schlief währenddessen. Erwähnte ich, dass meine Reisetabletten müde machen? Toller Nebeneffekt, sag ich euch. Und ich hatte immer noch nicht weiter gelesen.

Aber das war ja egal. In Maccum angekommen wollten wir dann, nach einer kleinen Stadterkundung zum Strand. Zu dem Zeitpunkt wussten wir aber nicht, dass der Strand 5km entfernt ist. Wir tigerten also da die Straße entlang und kamen und kamen nicht an – bis uns plötzlich ein Miauen zu Ohren kam. Und dann das süße kleine Straßenmietzekätchen passend dazu aus dem Busch gekrochen kam. Klein, abgemagert, mit struppigem Fell und im Sekundentakt mautzte sie. Waahhh, wie süüüß sie einfach war. Und sie folgte uns die ganze Zeit über. Irgendwann gaben wir dann auf, zum Strand zu gehen (es war schließlich auch kalt) und so gingen wir zurück. Und das Kätzchen immer hinter uns. Fast wäre sie bis zum Schiff mitgekommen, aber dann hat sie es sich doch noch anders überlegt. Schade, ich hätte die gerne mitgenommen. Obwohl ich es mir auf Dauer lästig vorstelle, ne im Sekundentakt miauende Katze zu haben. Aber sie war toll *~* Viel toller als die Katze, die wir in der Innenstadt gefunden haben.

So verging dann auch irgendwann der Donnerstag. Wir gingen noch mal kurz beim Aldi einkaufen (gott, hatten die da Süßigkeiten *~*) und dann zurück zum Schiff – wo uns der Pfundstopf erwartete. Hehe, ich mag das ja eh nicht. Schade aber auch. Esst ihr ruhig das Fleisch, das im Waschbecken lag. Ich hatte meine pinkfarbenen Törtchen <3

Was übrigens auch mal wieder für Lästerstoff sorgte, wenn man es denn so nennen will. Miss Bauerntrampel, die ich ja eh unglaublich in mein Herz geschlossen hab („Öh, ich mag das nicht. Ist ja ekelig. Wäh. Voll doof.“ Das mit einer so verdammt monotonen Bauerntrottelstimme gesprochen, bringt mich so auf 180 xD) und Miss Damenbart fanden das ja richtig doof, dass ich den ach so leckeren Pfundstopf nicht angerührt habe. Hey, ich wollte erst gar nicht zum Essen kommen, weil es dämlich aussieht, dort zu sitzen und nichts zu essen, aber wir wurden ja gezwungen. Und dann erreichte mein Ohr ein nicht sehr leises: „Wä. Die essen da ja nix von. Haben sich bestimmt im Zimmer mit Süßigkeiten vollgestopft. Wä. Voll doof.“ Ich müsste da eigentlich ne Audioaufnahme von machen, diese Monotonie kann man sich gar nicht so gut vorstellen. Aber ich kann es gut nachmachen xD’ *hust* Und irgendwann hat sie das auch mal gehört, aber wayne. Ich bin ja eh so böse. So ein gemeines Arschloch, das hat man ja noch nie gesehen. Ist es komisch, dass ich es toll finde, Hater zu haben xD? Es ist ja nicht mal so, dass ich denke, dass der Hass bloß Neid und Eifersucht ist (okay…vllt ein bisschen xD. Gott, bin ich arrogant :D’ Arrogante Attention whore, das klingt doch schön, oder xD?), aber es ist einfach schön zu wissen, dass man nicht Everybody’s Darling ist. Das find ich ja soo zum Kotzen. Wenn ich dich nicht mag, sollst du mich auch nicht mögen. Alles andere ist komisch.

Wenigstens hab ich nicht so ne Fresse gezogen und mich nicht lautstark über das Essen beschwert.

Nach dem Essen kam dann wieder eine Schreckensnachricht. „Ja, wir hören heute wieder Referate!“ FUCK. Schnell in die Kabine, noch mal neu abgeschrieben (dabei die Hälfte weggelassen) und wieder zurück in den Raum. Und dann direkt als Erste in die Höhle des Löwen. Na ja, zugehört hat ja eh keiner. Ich hab zwar mal wieder bewiesen, dass ich einen Hang zum ‚hang’ hab, aber nun ja…

Den Abend ging es dann mit der ganzen Truppe in ein Lokal, uns wurde ein Getränk spendiert: Cola oder so. Als die Lehrer dann weg waren, genoss man seine Volljährigkeit, um die Studienfahrt wenigstens etwas angenehm zu gestalten. Na ja, gebracht hat es nichts.

Freitag, 5.09.08

Der letzte Tag! Juhuuu! Fast geschafft, bald wieder in der (zwar auch verhassten, aber doch viel angenehmeren) Heimat!

Das Frühstück hab ich an dem Tag verweigert, trotz unzähliger Weckversuche. Da flog dann zum ersten Mal Effi Briest durch den Raum :D Es wurde gepackt, Sachen wurden geföhnt (die immer noch nass waren… ) und man freute sich einfach nur auf die Rückfahrt. Irgendwann kamen wir dann auch endlich wieder in Harlingen an, gingen dort noch schnell Vla kaufen und dann bestieg man schnell den Bus. Einige ließen „ihre Eier auf dem Schiff“, bangten um ihr Leben (nicht nur, weil der Bus so alt und knattrig war) und dann, endlich… nach der Gr- zu Hause war man einfach nur noch erleichtert. Und außerdem wartete dort eine riesengroße Portion Schweinefilet-medaillons mit Spätzle in Sahnesauce auf mich *yammy* Ende gut, Fahrt scheiße. Aber was zählt, ist ja das Happy End…

Fotos guckstu hier

 

13.10.08 19:39

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PurpleEden (13.10.08 23:40)
Scheiße, das Leben ist echt nicht fair. Diese Studienfahrt muss echt die Hölle gewesen sein. Und die Szene mit der Fahrradtour kommt mit irgendwie bekannt vor. Im strömenden Regen auf Fahrrädern mit kaputten Bremsen und steinharten Satteln durch Holland zu irgendnem bescheuerten War es ein Wasserwerk? Ein Elektrizitätswerk? Ein Leuchtturm? (Merkt man, dass es mich nicht interessiert hat?)gurken und so gut wie tot in der Jugendherberge ankommen.
Du hast mein vollstest Beileid.

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