Mündliche Abiturprüfung Erdkunde

Zunächst einmal. Danke all Denjenigen, die mir die Daumen gedrückt haben :-*

 

 

Alles Gute findet irgendwann ein Ende – alles Schlechte gsd auch.

 

Es ist vorerst geschafft. Ich will mich jetzt noch nicht zu viel freuen, denn erst am 5.6 kann ich genau sagen, ob dies heute meine letzte Prüfung war.

 

Aber zunächst einmal zu dem heutigen Desaster – wenn es denn eins war, man weiß es noch nicht, man munkelt nur…

 

Wir schreiben den 26.Mai.09.

Mein Tag begann pünktlich um Mitternacht, als ich die letzten geographischen Selbstgespräche führte: „Ach, du willst wissen, was die Suburbanisierung ist? Ja, das ist dann so…“

Das Erste was auffällt: Ich hab mich selbst geduzt. Soviel fürs Erste, mehr dazu später…

 

Als mein Tag dann schon eine Stunde jung war, kam ich auch irgendwann mit Hilfe meines MP3-Players zur Ruhe. Aber auch erst nachdem ich mir zuvor noch mal (idiotischerweise) auf youtube das Video zu 3a.m von Eminem angeguckt hatte.

 

http://www.youtube.com/watch?v=4odQ6j3Qt-0

 

Schöne Träume, sag ich dazu nur. Und damit ist kein Traum von Eminems nacktem Oberkörper gemeint, falls jemand jetzt sowas denken sollte xD’

 

So, jetzt spielen wir mal Hexe und mischen uns einen schönen Traum zusammen. Man nehme das Szenario aus besagtem Video und stecke klein Jana mit ihren Prüfungslehrern darein. Ich war nicht der Serienmörder, nur mal so. Interessanterweise waren es aber auch SoWi-Lehrer in meinem Traum und keine Erdkundelehrer XD’. Das war bestimmt der Einfluss von gewissen Leuten, die Angst vor einer bevorstehenden SoWiklausur am kommenden Mittwoch haben. Nun ja. Weiter im Konzept.

Als ich dann gegen 5 Uhr aufwachte, war es schon hell. Gemeinheit. Warum hab ich noch mal keine Jalousien? Von diesem Moment an schlief ich dann immer so 5 Minuten, bis ich wieder aus meinem Schlaf aufschreckte und panisch auf mein Handy gucken musste. Erholsame Nacht, sag ich euch.

 

Gegen 7.15 Uhr verließ ich dann mein Bett, um natürlich sehr erholt in den Tag zu starten. Anziehen, Bad benutzen, Pause machen, Cappuccino trinken, weiter das Bad besetzen, panisch nach dem MP3Player suchen, Sonnenbrille suchen, Oreos einpacken, Zebrachucks anziehen, losgehen. „Mir ist schlecht.“

 

8.35 Uhr: Ankunft an der Schule. „Wo war noch mal Raum 228 Ô.o?!“ Unter den wachenden Augen der 12, die auf ihre Klausur warteten, und der Leichtathletikmannschaft ging es erstmal nach links zum Vertretungsplan. „Verdammt, ich hab da ja eh nichts stehen.“ Dann gings in den neben dem schwarzen Brett gelegenen Gang, damit ich mich nicht ganz zum Horst machte. Da war der Raum nur leider nicht, aber die Etage war schon mal richtig. In der Mitte des Ganges die Treppe hoch, rechts, am Lehrerzimmer vorbei, die große Treppe wieder runter, wieder an den Menschen vorbei („Mist, jetzt seh ich doch planlos aus!&ldquo und geradeaus in Richtung der 10er-Räume und somit den einzigen anderen Räumen, die ne 2 vorne haben. Im Raum warteten schon 3 weitere Opfer der mündlichen Prüfung.

 

8.45 Uhr: „Hätten wir nicht jetzt abgeholt werden müssen?“,Mir ist schlecht, ich glaub, ich kotz gleich!“ und „Caaarrrrrl! What did you dooo?!“ hallten durch den Raum. Zwischendurch wurde ein „Fuck, Marco ist jetzt schon fertig, die Sau!“ durch den Raum gerufen..

 

8.50 Uhr. Herr Segtrop betritt den Raum. Der Pizza-und-Eis-im-Musikunterricht-besteller. Wir armen Kunstschüler mussten immer zugucken, wenn die Musiker aßen. Und wen holt er ab? Mich! Als Erste von allen. Gemein. Aber er ist der Pizza-und-Eis-im-Musikunterricht-besteller, so böse kann er ja nicht sein, dachte ich mir. War er auch nicht. Jemand, der jeden Morgen ne halbe Stunde lang mit dem Fahrrad zur Schule fährt, kann nicht böse sein. Nur wahnsinnig und völlig gestört.

 

8.51 Uhr. Ankunft im Prüfungsraum. Ausgabe der Arbeitszettel. Durchgehen der Aufgaben. Der Gang zum Vorbereitungsraum mit Atlas und Zetteln bepackt. Nameneintragung. Schreibzettelausgabe: „Ey, die haben ja keine Kästchen!...Ups, sorry…“

 

8.52 Uhr. Ich nahm meinen Posten direkt am geöffneten Fenster ein und fing an. 1.Problem. Hier ist es zurzeit leicht windig. Zweites Problem: Mein Arm war Wackelpudding. Wegfliegende Zettel, krakelige Schrift, alles dabei. Und 30 Minuten sind schon echt wenig für 3 Aufgaben und 3 Zettel plus ne Atlasseite.

Jedenfalls hab ich mir das eingeredet. Aufgabe 1 Part 1 wurde viel zu ausführlich, Part 2 war quasi ein Satz, wobei man normalerweise in ner Klausur zu dieser Aufgabenstellung locker 3 Seiten in kleiner Schrift schreiben kann. Ergo war ich verwirrt und hab nach mehr Material gesucht – was es nicht gab. Dafür gab es ziemlich viele unnütze Infos, für die Zeit drauf ging.

 

9.22 Uhr: Abholdienst steht bereit, Aufgabe 3 jedoch nicht. Tja, äh, scheiße auch. Auf ins Verderben.

 

9.23 Uhr. Dialog. Die Lehrer hab ich mal nicht getrennt, es sind halt alles drei äh ja, Lehrer xD.

 

Lehrer: Fühlst du dich fit genug?

Jana: Ich wäre fit genug, hier ganz schnell rauszulaufen.

Lehrer: Fühlst du dich psychisch in der Lage, diese Prüfung hier anzutreten?

Jana: Ich muss ja, ne.

Lehrer: *auf Kuchen und Gummitiere deut* Wir haben hier auch ne kleine Stärkung liegen, kannst dich bedienen.

Jana: Ähm, das krieg ich jetzt nicht runter. Wenns zu Ende ist, mach ich ihnen die Teller leer.

 

9:25 Uhr. „Dann fang mal an.“ Den Blick aufs Pult gesenkt und erstmal nicht mehr aufgeguckt. Dinge runtergerattert. Die Erde hat keine Längengrade. Bei mir ist alles breit. Verdammt. Zwischendrin hab ich mal irgendeinen grammatikalischen Murks gesagt. Es tat mir in der Seele weh. Sorry, deutsche Grammatik, kommt nie wieder vor.

Aufgabe 1 und 2 fertig vorgetragen.

 

„Soll ich jetzt mit Aufgabe 3 weiter machen oder wollen Sie schon was sagen?“

„Ne, tragen Sie mal alles vor, was Sie erarbeitet haben, also auch Aufgabe 3.“

„Erarbeitet? Hab ich zwar nicht, aber ich mach dann einfach mal.“

 

Der Blick war köstlich. Fast schon göttlich.

 

Es ging. Irgendwie. Hoffe ich. Dann ging es in den zweiten Teil der Prüfung über. Die Abfrage.

Meine Gedanken kann man gut mit einem Satz zusammenfassen: „Frag mich was über die Suburbanisierung oder die Gentrifizierung, irgendwas über ein Modell der Stadtentwicklung!“

 

Ich glaube, es stand mir ins Gesicht geschrieben.

 

Lehrer: Erzählen Sie mir was über die verschiedenen Migrationstypen.

Jana: Es gibt zum einen die Arbeitsmigration, die Landflucht und die intraregionale Migration… und bei der intraregionalen Migration ist das so-

Lehrer: Ja, erzählen Sie mir mal was über die Landflucht.

 

Ficken, nichts übers Land, ey!

Okay, versuchen wir, möglichst unauffällig von dem Thema wegzukommen.

 

Über den Strukturwandel der Wirtschaft kam ich dann zum tertiären Sektor, dazu gehört ja auch der Tourismus und der hat sowohl Vor- als auch Nachteile für die Quellregion-

 

Lehrer: Und nennen Sie doch noch einen weiteren Pushfaktor für die Landflucht.

 

Wollnse mich verarschen hier?!

 

Antworten tat ich wie folgt: *genervt seufz* „Dann nenn ich dir halt noch nen Faktor ähh…Ihnen!“ Es war vllt ein bisschen bissig xD’ soviel aber noch mal zu dem Duzen.

 

Aber noch mal zurück: Wollnse mich verarschen?!

 

Ja, wollten sie. Hundertpro. Jeder meiner Versuche, das Thema umzulenken, schlug fehl. Ich konnte mich zwar, denke ich, halbwegs gut drum herum reden und hab auch einige richtige Sachen genannt, aber es war einfach mal so genau DAS, was ich nicht so konnte. Was ich auch einfach nicht mag. Ich wohne aufm Land hier, ich hab mich mehr oder weniger gerne mit den Themen beschäftigt, die was mit Städten zu tun hatten. Die Merkmale einer City kann ich im Schlaf aufsagen.

 

Wenigstens zum Ende hin waren sie dann noch mal nett und haben mich die Merkmale einer lateinamerikanischen Stadt (das ist das Zauberwort!) aufsagen lassen.

 

Um 13 Uhr weiß ich mehr. Es wird schon mehr sein als nur 1 Punkt, da bin ich zuversichtlich.

Gemeinerweise wurde ich zudem auch noch 30 Minuten lang abgefragt. 20 sind normal. Wieso war nach mir bitte erstmal ne Pause? Gemein.

 

Jetzt vernichte ich erstmal meinen Gummitiervorrat, den ich mitgenommen hab, und zieh mich um. Vielleicht ist ja um 13 Uhr noch was von dem Kuchen da, schlecht sah der nämlich nicht aus.

 

26.5.09 11:49

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